Die girocard bleibt Deutschlands führende Bezahlkarte. Im Jahr 2025 wurde sie laut Daten vom Betreiber ERUO Kartenssysteme rund 8,3 Milliarden Mal eingesetzt – ein Anstieg um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch der Umsatz legte leicht zu und erreichte 308 Milliarden Euro. Damit stärkt die Debitkarte der deutschen Kreditwirtschaft ihre Marktführerschaft im Bereich der Kartenzahlungen.
Flächendeckende Akzeptanz und mehr Terminals
Die Karte ist heute so präsent wie nie zuvor: Kundenzahlungen waren an bis zu 1.344.000 aktiven Terminals möglich – ein Plus von 11,3 Prozent gegenüber 2024. Vor allem der stationäre Einzelhandel, die Gastronomie sowie zahlreiche Dienstleister setzen zunehmend auf die girocard. Für Händler bietet sie eine kostengünstige, sichere Bezahlmöglichkeit mit Zahlungsgarantie – für Kunden eine vertraute und bequeme Lösung.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Kontaktlos wird Standard, digitale Nutzung steigt
Der Trend zum kontaktlosen Bezahlen verstärkt sich weiter: 88,5 Prozent aller Transaktionen mit der girocard erfolgten im Dezember 2025 kontaktlos. Auch digitale Varianten der girocard – etwa über Banking-Apps oder Wallets – gewinnen an Bedeutung. Besonders bei kleineren Ausgaben, wie sie bei Bäckereien, Kiosken oder Automaten üblich sind, wird die Karte häufiger genutzt. Dies zeigt sich auch am gesunkenen Durchschnittsbetrag pro Zahlung, der nun bei 37,25 Euro liegt.
Bedeutung für Souveränität und Resilienz
Die girocard spielt auch eine strategische Rolle: Als eigenes Zahlungssystem steht sie für wirtschaftliche Unabhängigkeit und stärkt die Resilienz der Zahlungsinfrastruktur in Deutschland. Mit rund 100 Millionen ausgegebenen Karten und wachsender Akzeptanz – zunehmend auch im europäischen Ausland – ist sie ein zentraler Bestandteil des digitalen Bezahlens „made in Germany“.


