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hagebaumarkt Mülheim stellt Insolvenzantrag – Zwei Standorte betroffen

hagebaumarkt Muehlheim an der Ruhr
Foto: hagebaumarkt Mülheim

Key takeaways

hagebaumarkt Mülheim an der Ruhr beantragt Insolvenz für zwei Standorte. 75 Beschäftigte sind betroffen, der Betrieb läuft vorerst weiter. Vor allem die steigenden Fixkosten belasten die mittelständischen Betreiber.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die hagebaumarkt Mülheim an der Ruhr GmbH hat für ihre beiden Standorte in Mülheim an der Ruhr und Ratingen Insolvenzantrag gestellt. Das zuständige Amtsgericht wurde informiert, der Geschäftsbetrieb läuft an beiden Märkten zunächst weiter. Insgesamt sind laut Pressemitteilung 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen.

Auslöser der wirtschaftlichen Schieflage sind nach Unternehmensangaben deutlich gestiegene Standortkosten, insbesondere bei den Mieten. Am Standort Ratingen verschärften umfangreiche Bauarbeiten im direkten Umfeld die Situation zusätzlich, da sie die Kundenfrequenz spürbar reduzierten.

Steigende Fixkosten belasten mittelständische Betreiber

Der Fall verdeutlicht den zunehmenden Druck auf inhabergeführte Baumarktstandorte. Während große Handelsketten von zentralisierten Strukturen und Skaleneffekten profitieren, treffen steigende Fixkosten kleinere Betreiber besonders stark. Langfristige Mietverträge in hochpreisigen Lagen entwickeln sich zunehmend zum Risiko.

Geschäftsführer Hartmut Buhren verweist auf intensive Bemühungen zur Stabilisierung der Märkte in den vergangenen Jahren. Trotz persönlichen Engagements und Unterstützung innerhalb der hagebau-Kooperation habe sich die strukturelle Kostenbelastung nicht nachhaltig ausgleichen lassen. Ziel sei es nun, eine tragfähige Perspektive für Standorte und Belegschaft zu entwickeln.

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Kooperation sichert Unterstützung zu

Auch die hagebau-Zentrale signalisiert Rückhalt. Die Entscheidung sei verantwortungsvoll getroffen worden, das Verfahren werde eng begleitet. Als Handelskooperation besteht die Gruppe aus rechtlich eigenständigen Gesellschaftern, sodass wirtschaftliche Schwierigkeiten einzelner Standorte nicht automatisch auf die Gesamtorganisation durchschlagen.

Die Entwicklung steht exemplarisch für die aktuelle Situation im stationären DIY-Handel. Nach den pandemiebedingten Sonderumsätzen hat sich die Nachfrage normalisiert, gleichzeitig drücken hohe Energiepreise, Bauzurückhaltung und eine insgesamt gedämpfte Konsumstimmung auf die Erträge.

Betrieb läuft vorerst weiter

Für Kundinnen und Kunden ändert sich zunächst nichts. Beide Märkte bleiben geöffnet, laufende Aktionen und Sortimente werden fortgeführt. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens sollen Optionen geprüft werden – darunter Restrukturierungsmaßnahmen, Investorenlösungen oder Anpassungen der Standortstruktur.

Nicht betroffen ist das Fachhandelsunternehmen Baustoffzentrum Wilhelm Harbecke GmbH der Familie Buhren, das unabhängig von dem Verfahren weiter operiert.

Ob für die Standorte in Mülheim an der Ruhr und Ratingen eine nachhaltige Lösung gefunden werden kann, hängt maßgeblich von Verhandlungen mit Vermietern, möglichem Investoreninteresse sowie der regionalen Wettbewerbssituation ab.

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