Im Insolvenzverfahren der Hammer Raumstylisten GmbH zeichnet sich weiterhin keine Investorenlösung ab, wie die Kanzlei PLUTA in einem Update mitteilt. Trotz intensiver Bemühungen bleibt die Zukunft des Fachmarktkonzepts ungewiss. Der vorläufige Insolvenzverwalter hat daher weitreichende Maßnahmen eingeleitet, um den Geschäftsbetrieb zumindest vorübergehend zu stabilisieren.
Räumungsverkauf sichert kurzfristig Liquidität
Ab dem 1. April 2026 starten die verbliebenen 41 Filialen in den Räumungsverkauf. Dieser Schritt gilt als notwendig, um die Zahlungsfähigkeit im eröffneten Insolvenzverfahren zu gewährleisten. Ohne diese Maßnahme drohten kurzfristig erhebliche Verluste und ein möglicher Abbruch des Geschäftsbetriebs.
Bereits Mitte März wurden 46 Standorte geschlossen, da sich für diese keine Investoren fanden. Für die frei werdenden Flächen laufen Gespräche mit Interessenten aus dem Einzelhandel, die eigene Konzepte umsetzen und teilweise Mitarbeiter übernehmen könnten.
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Investorenprozess bleibt ergebnisoffen
Zwar laufen weiterhin Gespräche mit zwei potenziellen Investoren, konkrete Angebote oder Finanzierungskonzepte liegen jedoch bislang nicht vor. Insgesamt wurden über 300 Interessenten angesprochen, die Resonanz blieb jedoch schwach.
Für viele Filialen wird inzwischen eine Umnutzung angestrebt. Mehrere Handelsunternehmen prüfen die Übernahme einzelner Flächen und haben Interesse signalisiert, Teile der Belegschaft weiterzubeschäftigen.
Mitarbeiter nur noch begrenzt abgesichert
Die Gehälter der rund 1.100 Beschäftigten sind nur noch bis Ende März über das Insolvenzgeld abgesichert. Ab April müssen die Löhne aus dem laufenden Betrieb finanziert werden, was den wirtschaftlichen Druck weiter erhöht.
Fortführung des Prozesses trotz Abverkauf
Der Investorenprozess wird parallel zum Räumungsverkauf fortgesetzt. Sollte sich kurzfristig ein Käufer finden, könnte das bestehende Konzept noch übernommen und der Abverkauf gestoppt werden.
Die Rahmenbedingungen gelten als äußerst herausfordernd. Neben einer zweiten Insolvenz innerhalb kurzer Zeit belasten fehlende Liquidität und eine schwache Warenversorgung die Situation zusätzlich.
Ziel bleibt Erhalt von Arbeitsplätzen
Auch ohne klare Investorenlösung bleibt das zentrale Ziel, möglichst viele Standorte und Arbeitsplätze zu sichern. Sollte das ursprüngliche Konzept nicht fortgeführt werden können, sollen alternative Handelskonzepte eine Perspektive bieten.


