ANZEIGE

ANZEIGE

Nach Cybervorfall bei Asos: H&M untersucht Hinweise auf möglichen Angriff

HM Store von aussen bei Nacht
Foto: Unsplash

Key takeaways

➟ Der Modekonzern H&M überprüft Vorwürfe der Hackergruppe ShinyHunters zu einem möglichen Cyberangriff. Bisher sieht das Unternehmen keine Hinweise auf kompromittierte Systeme.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Der schwedische Modekonzern H&M untersucht Hinweise auf einen möglichen Cyberangriff. Hintergrund sind im Internet verbreitete Behauptungen im Zusammenhang mit der Hackergruppe ShinyHunters. Nach einem Bericht der britischen Zeitung The Times hat das Unternehmen entsprechende Untersuchungen eingeleitet.

H&M bestätigte die Prüfung, erklärte jedoch, bislang keine Anzeichen für einen unbefugten Zugriff auf seine Datenumgebung festgestellt zu haben. Ob tatsächlich ein erfolgreicher Angriff stattgefunden hat oder Informationen abgeflossen sind, bleibt damit ungeklärt.

H&M bestätigt Untersuchung der Hackerbehauptungen

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe teilte H&M mit, die öffentlich kursierenden Informationen zu einem möglichen Sicherheitsvorfall zu untersuchen.

Gleichzeitig betonte der Konzern, dass bisher keine Hinweise auf eine Kompromittierung seiner IT- und Datenumgebung vorliegen. Konkrete Angaben zu möglichen Angriffsmethoden oder betroffenen Systemen wurden nicht veröffentlicht.

Die Behauptungen der Hackergruppe sind bislang nicht unabhängig bestätigt. Entsprechend lässt sich derzeit weder ein erfolgreicher Angriff noch ein möglicher Datendiebstahl nachweisen.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Möglicher Zusammenhang mit Cyberangriff auf Asos

Die Untersuchungen bei H&M folgen auf einen bestätigten Cybervorfall beim britischen Online-Modehändler Asos in der Vorwoche. Nach Informationen von The Times besteht der Verdacht, dass hinter den Vorfällen möglicherweise dieselben oder miteinander verbundene Akteure stehen könnten.

Im Zusammenhang mit Asos wurde auch die Bezeichnung Xuanye genannt. Eine organisatorische oder technische Verbindung zu ShinyHunters ist bislang jedoch nicht belegt.

Ob die beiden Unternehmen tatsächlich Ziel einer gemeinsamen Angriffskampagne wurden, bleibt offen. Dafür wären weitere Erkenntnisse aus den technischen Untersuchungen erforderlich.

Vernetzte Handelsprozesse erhöhen Sicherheitsanforderungen

Internationale Modeunternehmen betreiben umfangreiche IT-Infrastrukturen, die Onlinehandel, stationäre Geschäfte, Logistik und Warenwirtschaft miteinander verbinden. Diese Vernetzung ermöglicht effiziente Abläufe, schafft gleichzeitig aber zusätzliche potenzielle Angriffspunkte. Besonders geschützt werden müssen Kundendaten, Zahlungsinformationen und interne Geschäftssysteme.

Erfolgreiche Cyberattacken können neben möglichen Datenverlusten auch Betriebsunterbrechungen, Wiederherstellungskosten und Reputationsschäden verursachen.

Bei einer bestätigten Kompromittierung personenbezogener Daten könnten zudem gesetzliche Meldepflichten entstehen. Ob solche Verpflichtungen im aktuellen Fall relevant werden, ist bislang nicht absehbar.

Mehrere Marken gehören zur H&M Group

Die H&M Group betreibt neben ihrer Kernmarke weitere Handelsmarken, darunter COS, Arket, Weekday, & Other Stories und H&M Home. Durch die Verbindung internationaler Filialnetze mit digitalen Vertriebskanälen spielen zentrale IT-Systeme eine wichtige Rolle für den Geschäftsbetrieb des Konzerns.

Ein Sicherheitsvorfall könnte grundsätzlich verschiedene Unternehmensbereiche betreffen. Derzeit gibt es allerdings keine bestätigten Informationen über Beeinträchtigungen einzelner Marken, Online-Shops oder Filialprozesse.

Auch mögliche finanzielle Schäden oder Unterbrechungen des operativen Geschäfts wurden bislang nicht bekannt.

Cyberrisiken gewinnen für den Modehandel an Bedeutung

Die Vorfälle rund um H&M und Asos verdeutlichen die Bedeutung digitaler Sicherheit für international tätige Einzelhändler.

Neben dem Schutz personenbezogener Informationen stehen insbesondere die Verfügbarkeit von Verkaufsplattformen, die Absicherung externer Dienstleister und die Stabilität digitaler Lieferketten im Mittelpunkt.

Für Unternehmen werden deshalb kontinuierliche Sicherheitsüberwachung, kontrollierte Zugriffsrechte und funktionierende Notfallverfahren zunehmend wichtig.

Gleichzeitig zeigt der aktuelle Fall, dass öffentlich verbreitete Behauptungen von Hackergruppen sorgfältig überprüft werden müssen. Ohne technische Bestätigung lässt sich aus entsprechenden Veröffentlichungen kein erfolgreicher Angriff ableiten.

Ergebnis der Untersuchungen bleibt abzuwarten

H&M hält bislang an seiner Einschätzung fest, keine Anzeichen für eine Kompromittierung der eigenen Datenumgebung gefunden zu haben.

Ob sich die Vorwürfe bestätigen oder ein Zusammenhang mit dem Cybervorfall bei Asos nachweisen lässt, müssen die weiteren Untersuchungen zeigen Bis dahin handelt es sich um einen möglichen Sicherheitsvorfall, nicht um einen bestätigten Hackerangriff auf H&M.

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored