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H&M steigert Gewinn deutlich und verbessert Marge im dritten Quartal

H&M Concept Store in Seoul, Korea
Foto: H&M

Key takeaways

H&M verdient trotz nahezu stagnierender Erlöse deutlich mehr. Im dritten Quartal steigen operativer Gewinn und Marge kräftig – getragen von Einkauf, Kostenkontrolle und effizienteren Prozessen.

Lesezeit ca. 3 Minuten

H&M hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres 2026 die Profitabilität deutlich verbessert. Der Umsatz stieg auf 57,2 Milliarden schwedische Kronen, nach 57,0 Milliarden Kronen im Vorjahreszeitraum. In lokalen Währungen legten die Erlöse um 1 Prozent zu, obwohl der Konzern zum Quartalsende rund 2 Prozent weniger Filialen betrieb als ein Jahr zuvor.

Deutlich stärker entwickelte sich das Ergebnis. Der operative Gewinn erhöhte sich von 4,9 auf 6,0 Milliarden Kronen. Die operative Marge stieg damit von 8,6 auf 10,6 Prozent. H&M führt die Verbesserung vor allem auf Fortschritte bei Einkauf, Kostenkontrolle und effizienteren Abläufen zurück.

Bruttomarge steigt auf 54 Prozent

Der Bruttogewinn erhöhte sich im dritten Quartal auf 30,9 Milliarden Kronen. Die Bruttomarge verbesserte sich von 52,9 auf 54,0 Prozent.

Dabei profitierte H&M allerdings von einem positiven Einmaleffekt von rund 1,6 Prozentpunkten. Dieser hängt mit Zöllen und Warenimporten zusammen, die in früheren Quartalen die Herstellungskosten belastet hatten. Auch die operative Marge wurde im aktuellen Quartal entsprechend positiv beeinflusst.

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten gingen gleichzeitig um 1 Prozent auf 24,8 Milliarden Kronen zurück. Nach Steuern verdiente H&M 4,1 Milliarden Kronen und damit deutlich mehr als die 3,2 Milliarden Kronen des Vorjahres.

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Neunmonatsgewinn legt trotz Umsatzrückgang zu

Über die ersten neun Monate des Geschäftsjahres belief sich der Umsatz auf 161,6 Milliarden Kronen, nach 169,1 Milliarden Kronen im Vorjahreszeitraum. In lokalen Währungen lagen die Erlöse jedoch auf dem Niveau des Vorjahres.

Der operative Gewinn stieg gleichzeitig von 12,0 auf 13,5 Milliarden Kronen. Die operative Marge verbesserte sich von 7,1 auf 8,3 Prozent. Nach Steuern erzielte der Konzern 8,8 Milliarden Kronen, nach 7,8 Milliarden Kronen im Vergleichszeitraum.

Auch der operative Cashflow entwickelte sich positiv. In den ersten neun Monaten stieg er um 17 Prozent auf 26,5 Milliarden Kronen.

H&M setzt auf Einkauf, Digitalisierung und KI

Konzernchef Daniel Ervér sieht vor allem die Arbeit an Einkauf, Kostenkontrolle und operativer Effizienz als Treiber der höheren Profitabilität. Gleichzeitig will H&M den Umsatz künftig stärker steigern.

Im dritten Quartal entwickelte sich das Sommergeschäft nach Unternehmensangaben insbesondere gegen Ende der Periode besser. Belastungen entstanden weiterhin durch Störungen im europäischen Logistiknetz und in globalen Lieferketten.

Parallel arbeitet H&M an seiner digitalen Infrastruktur. Sie soll langfristig eine präzisere Steuerung von Produktentwicklung, Einkauf, Warenverteilung, Marketing und Vertrieb ermöglichen. Zusätzlich will der Konzern mehr Entscheidungen näher am Kunden treffen und den Anteil kurzfristiger Beschaffung innerhalb der laufenden Saison erhöhen.

Lagerbestand steigt durch Lieferketteneffekte

Der Warenbestand lag zum Quartalsende bei 39,4 Milliarden Kronen und damit über den 37,9 Milliarden Kronen des Vorjahres. H&M erklärt den Anstieg vor allem mit einem höheren Wert von Waren, die sich noch auf dem Transportweg befinden.

Als Gründe nennt der Konzern globale Lieferkettenstörungen sowie vorübergehende Effekte aus der Konsolidierung des europäischen Logistiknetzes. Die Zusammensetzung des Lagerbestands bezeichnet H&M dennoch als gut.

Für September erwartet der Konzern ein Umsatzplus von 1 Prozent in lokalen Währungen gegenüber dem Vorjahresmonat. Zugleich setzt H&M auf ein optimiertes Filialportfolio, modernisierte Stores, stärker personalisierte digitale Angebote sowie zusätzliche Unterstützung durch KI, um Relevanz und Effizienz weiter zu erhöhen.

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