Flexible Arbeitsmodelle sind in der deutschen Unternehmenslandschaft längst zur Norm geworden. Laut der aktuellen „Home & Office“-Studie von PwC Deutschland wünschen sich 88 Prozent der Beschäftigten mindestens einen Homeoffice-Tag pro Woche – ein Höchstwert seit Beginn der Befragungen im Jahr 2020. Besonders auffällig ist: Für viele Arbeitnehmende ist Remote Work mittlerweile ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Arbeitgebers.
Homeoffice steigert Attraktivität und Produktivität
Die Studie zeigt: 83 Prozent der Befragten arbeiten regelmäßig von zuhause, 58 Prozent davon mindestens zwei Tage pro Woche. Die Vorteile sind für die Mitarbeitenden klar: geringerer Pendelaufwand, mehr Flexibilität und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Für Unternehmen bedeutet dies nicht nur eine gesteigerte Zufriedenheit, sondern auch eine höhere Produktivität – das bestätigen 87 Prozent der Arbeitgebenden, die von einer gleichwertigen oder besseren Arbeitsleistung im Homeoffice berichten. Auch 89 Prozent der Beschäftigten teilen diese Einschätzung.
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Hybrides Arbeiten beeinflusst Karriereentscheidungen
Für 44 Prozent der Befragten ist Homeoffice sogar ausschlaggebend für die Wahl ihres Arbeitgebers, für weitere 42 Prozent zumindest ein wichtiger Faktor. Vor allem jüngere Beschäftigte unter 40 Jahren denken bei Einschränkungen des hybriden Arbeitens konkret über einen Jobwechsel nach. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, planen 77 Prozent der Unternehmen, ihre Homeoffice-Regelungen aufrechtzuerhalten oder auszuweiten.
Bürokonzepte müssen sich weiterentwickeln
Mit der Veränderung der Arbeitsweise verändern sich auch die Anforderungen an Büroflächen. Nahezu alle Unternehmen (96 Prozent) haben ihre Büros bereits an die Bedingungen hybrider Arbeit angepasst. Dennoch bleibt das volle Potenzial oft ungenutzt: Viele Flächen sind nur zu 50 bis 75 Prozent ausgelastet. Ein wesentlicher Grund liegt im Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage nach Rückzugsräumen – nur 21 Prozent der Unternehmen bieten diese an, obwohl 43 Prozent der Beschäftigten danach verlangen.
Der Wandel hin zu hybriden Arbeitsmodellen ist nicht mehr aufzuhalten. Unternehmen, die ihre Arbeitsplatzkonzepte individuell auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden ausrichten, sichern sich einen entscheidenden Vorteil im Wettbewerb um Fachkräfte.


