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Hormus-Krise treibt Transportkosten und Lieferprobleme massiv an

Vogelperspektive auf eine Beladung eines Schiffes
Foto: Tom Fisk / Pexels

Key takeaways

Steigende Energiepreise, teurere Transporte und zunehmende Lieferengpässe belasten die Wirtschaft. Besonders mittelständische Unternehmen geraten durch die Hormus-Krise wirtschaftlich unter Druck.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die wirtschaftlichen Folgen der Krise rund um die Straße von Hormus verschärfen sich zunehmend. Nach einer aktuellen Umfrage des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) leiden viele Unternehmen bereits massiv unter steigenden Transport- und Energiekosten sowie wachsenden Lieferproblemen.

Transport- und Energiekosten steigen drastisch

Laut BGA spüren rund 90 Prozent der Unternehmen im Groß- und Außenhandel deutliche Mehrkosten im Transportbereich. Besonders betroffen sind Logistikunternehmen, deren Belastungen nach Einschätzung des Verbandes inzwischen dramatische Ausmaße annehmen.

Neben Einschränkungen im Schiffsverkehr kommt es zunehmend auch zu Verzögerungen bei der Luftfracht. Gleichzeitig verteuern gestiegene Öl- und Energiekosten den Straßentransport zusätzlich.

Der Verband warnt davor, dass die gesamte Lieferkette dadurch immer stärker unter Druck gerät.

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Lieferengpässe breiten sich aus

Die Folgen der Krise zeigen sich laut Umfrage zunehmend auch bei der Warenversorgung. Besonders aus Asien häufen sich Lieferausfälle, da dort Produktions- und Rohstoffengpässe infolge steigender Energiepreise entstehen.

Fast 60 Prozent der befragten Unternehmen rechnen mit einer weiteren Verschärfung von Material- und Warenengpässen in den kommenden Monaten.

Die Versorgung der Bevölkerung gilt zwar aktuell nicht als gefährdet, Unternehmen erwarten jedoch Einschränkungen bei der Angebotsvielfalt – sowohl im Lebensmittel- als auch im Non-Food-Bereich.

Unternehmen bauen Lagerbestände auf

Aus Sorge vor weiteren Lieferproblemen reagieren viele Händler mit höheren Lagerbeständen. Laut BGA stockt inzwischen fast die Hälfte der Unternehmen ihre Vorräte auf.

Das bindet jedoch zusätzlich Kapital und verschärft die ohnehin angespannte Liquidität vieler Betriebe. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen geraten dadurch weiter unter wirtschaftlichen Druck.

Der Verband warnt deshalb vor steigenden Insolvenzen und zusätzlichem Arbeitsplatzabbau, falls keine Entlastungsmaßnahmen folgen.

BGA fordert politische Entlastungen

Der BGA fordert von der Bundesregierung verstärkte diplomatische Bemühungen zur Entspannung der Lage und zur Sicherung internationaler Schifffahrtsrouten.

Darüber hinaus verlangt der Verband strukturelle Entlastungen für Unternehmen. Dazu gehören niedrigere Energiesteuern, weniger Bürokratie sowie Reformen bei regulatorischen Vorgaben.

Nach Einschätzung des BGA könnten die wirtschaftlichen Folgen der Krise selbst nach einem möglichen Ende der militärischen Auseinandersetzungen noch lange anhalten, da beschädigte Produktionsanlagen und gestörte Lieferketten nicht kurzfristig ersetzt werden können.

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