Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im September 2026 verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg von 88,8 Punkten im August auf 89,9 Punkte. Unternehmen bewerteten sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch die Aussichten für die kommenden Monate positiver.
Nach Einschätzung des ifo Instituts setzt die deutsche Wirtschaft damit ihren Erholungskurs fort. Die Entwicklung fällt allerdings zwischen den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich aus.
Industrie blickt optimistischer nach vorn
Im Verarbeitenden Gewerbe legte das Geschäftsklima erneut zu. Ausschlaggebend waren vor allem deutlich verbesserte Erwartungen der Unternehmen.
Besonders in der Elektrobranche nahm der Optimismus zu. Die aktuelle Geschäftslage wurde dagegen etwas schwächer beurteilt. Viele Industrieunternehmen bleiben zudem mit ihrem Auftragsbestand unzufrieden.
Die Automobilbranche bewegt sich nach Einschätzung des Instituts weiterhin in einem schwierigen Umfeld.
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Dienstleistungen kehren in positiven Bereich zurück
Im Dienstleistungssektor verbesserte sich die Stimmung ebenfalls. Das Geschäftsklima drehte wieder in den positiven Bereich.
Vor allem die Bewertung der laufenden Geschäfte fiel günstiger aus. Gleichzeitig korrigierten die Unternehmen ihre Erwartungen nach oben, was auf eine breitere Aufhellung der Stimmung innerhalb des Sektors hindeutet.
Handel verbessert sich trotz Inflationssorgen
Auch im Handel stieg der Geschäftsklimaindikator. Händler bewerteten sowohl ihre aktuelle Situation als auch die Erwartungen für die kommenden Monate positiver.
Im Einzelhandel bleibt die Stimmung dennoch verhalten. Als Belastungsfaktor nennt das ifo Institut insbesondere die steigende Inflation, die die Unternehmen weiterhin vorsichtig agieren lässt.
Bauwirtschaft bleibt nahezu unverändert
Im Bauhauptgewerbe veränderte sich das Geschäftsklima im September kaum. Die Unternehmen zeigten sich etwas zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage, während die Erwartungen geringfügig nachgaben.
Innerhalb der Branche bestehen weiterhin deutliche Unterschiede. Der Tiefbau entwickelt sich besser als der Hochbau.
Erholung bleibt uneinheitlich
Der Anstieg des ifo Geschäftsklimaindex signalisiert insgesamt eine Verbesserung der Unternehmensstimmung. Sowohl die Lageeinschätzung als auch die Erwartungen entwickelten sich im September günstiger.
Gleichzeitig bleiben einzelne Bereiche unter Druck. Schwache Auftragsbestände in der Industrie, die schwierige Lage der Automobilbranche sowie die Zurückhaltung im Einzelhandel zeigen, dass die wirtschaftliche Erholung weiterhin nicht alle Branchen gleichermaßen erreicht.





