ANZEIGE

ANZEIGE

Konjunktur: ifo hebt Wachstumsprognose für Deutschland auf 1,4 Prozent an

Deutschland Flagge inmitten vieler Euro Geldscheine
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Deutschlands Konjunkturaussichten verbessern sich stärker als bislang erwartet. Das ifo Institut prognostiziert für 2026 nun 1,4 Prozent Wachstum, warnt zugleich aber vor steigender Inflation und einer wachsenden Schuldenquote.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Das ifo Institut wird optimistischer für die deutsche Wirtschaft und erwartet 2026 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent. Gegenüber der vorherigen Prognose wurde die Erwartung damit um 0,6 Prozentpunkte angehoben. Für 2027 rechnen die Ökonomen mit 1,2 Prozent und für 2028 mit 0,8 Prozent Wachstum.

Getragen wird die Erholung vor allem von stärkeren Impulsen aus dem Ausland und höheren staatlichen Ausgaben für Infrastruktur, Klima und Verteidigung. Diese Faktoren sollen die Belastungen durch gestiegene Energiepreise und Niedrigwasser auf den Flüssen teilweise ausgleichen.

Industrie zeigt erste Lichtblicke

Nach Einschätzung des ifo Instituts verbessert sich insbesondere die Perspektive für die zuletzt stark belastete deutsche Industrie. Die konjunkturellen Impulse aus dem Ausland werden inzwischen stärker eingeschätzt als in der vorherigen Prognose.

Gleichzeitig beurteilen die Forscher die negativen Folgen des Energiepreisschocks weniger gravierend. Zur höheren Wachstumsprognose tragen außerdem revidierte Wirtschaftsdaten des Statistischen Bundesamtes und eine günstigere Einschätzung der konjunkturellen Grunddynamik bei.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Prognose für 2027 ebenfalls angehoben

Auch für das kommende Jahr hat das ifo Institut seine Erwartungen deutlich nach oben korrigiert. Die Wachstumsprognose für 2027 steigt um 0,4 Prozentpunkte auf 1,2 Prozent.

Danach dürfte die Dynamik wieder nachlassen. Für 2028 rechnen die Konjunkturforscher nur noch mit einem Plus von 0,8 Prozent. Insgesamt sieht das Institut die Erholung der deutschen Wirtschaft jedoch auf Kurs.

Staatsdefizit steigt deutlich

Die Wachstumsimpulse der Finanzpolitik haben ihren Preis. Durch höhere öffentliche Ausgaben dürfte sich das staatliche Finanzierungsdefizit von 3,0 Prozent des BIP im Jahr 2025 auf 4,6 Prozent im Jahr 2028 erhöhen.

Parallel erwartet das ifo Institut einen steigenden Schuldenstand. Die Bruttoschuldenquote soll im gleichen Zeitraum von 62,7 auf 67,9 Prozent der Wirtschaftsleistung wachsen.

Inflation steigt zunächst weiter

Trotz der besseren Konjunkturaussichten bleibt die Preisentwicklung eine Belastung. Für 2026 prognostiziert das Institut eine Inflationsrate von 2,8 Prozent, für 2027 sogar 3,0 Prozent.

Erst 2028 soll die Teuerung mit 2,3 Prozent wieder näher an den Zielwert der Europäischen Zentralbank rücken. Während der Preisdruck durch Heizöl und Kraftstoffe im weiteren Verlauf voraussichtlich abnimmt, könnten Strom und Gas im Winter nochmals teurer werden.

Konsum bleibt durch hohe Preise gebremst

Die erhöhte Inflation begrenzt nach Einschätzung des ifo Instituts die Erholung des privaten Konsums. Trotz stärkerer gesamtwirtschaftlicher Wachstumsimpulse bleibt die Konsumkonjunktur deshalb gedämpft.

Das Gesamtbild fällt dennoch deutlich günstiger aus als noch in der vorherigen Prognose. Vor allem die Kombination aus Auslandsnachfrage und expansiver Finanzpolitik verhindert nach Einschätzung der Forscher eine stärkere Abschwächung der deutschen Wirtschaft.

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored