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IKEA integriert erste Sozialunternehmen in Lieferkette

IKEA Store in Nizza
Foto: Ingka Group / IKEA

Key takeaways

IKEA arbeitet in der Schweiz künftig mit zwei Sozialunternehmen, die Kücheninstallationen und Reparaturen übernehmen. Das Projekt ist Teil einer internationalen Initiative, die inklusive Beschäftigung dauerhaft in globale Lieferketten integrieren soll.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Ingka Group, größte IKEA-Franchisenehmerin weltweit, bindet erstmals Sozialunternehmen direkt in ihre operative Lieferkette ein. Den Anfang macht die Schweiz, wo künftig zwei Sozialunternehmen Dienstleistungen rund um IKEA-Küchen übernehmen. Das Projekt gilt als wichtiger Meilenstein einer internationalen Initiative zur Förderung inklusiver Beschäftigung.

Im Rahmen des Social Enterprise Partnership Programme wurden die Schweizer Unternehmen BAND und VEBO als offizielle Dienstleistungspartner von IKEA Schweiz beauftragt. Beide Organisationen beschäftigen Menschen mit Behinderungen und Personen mit besonderem Unterstützungsbedarf als festen Bestandteil ihres Geschäftsmodells.

Sozialunternehmen werden Teil des Tagesgeschäfts

Anders als bei klassischen sozialen Projekten sind BAND und VEBO vollständig in die bestehende Lieferkettenstruktur integriert. Sie erhalten Aufträge über die zentrale Serviceplattform von IKEA Schweiz und arbeiten zu vergleichbaren Konditionen wie andere Dienstleister.

Seit Mai 2026 übernimmt BAND Küchenmontagen in Teilen der Zentral- und Westschweiz. VEBO startet zunächst mit Reparatur- und Kundendienstleistungen und soll später ebenfalls Kücheninstallationen durchführen.

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Neues Modell für inklusive Dienstleistungen

Das Konzept basiert auf gemischten Teams aus qualifizierten Fachkräften und Menschen mit Behinderungen. Bei Installationen oder Reparaturen arbeitet jeweils eine fachlich verantwortliche Person gemeinsam mit einem Mitarbeitenden mit Unterstützungsbedarf.

Ziel ist es, hochwertige Dienstleistungen anzubieten und gleichzeitig zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen zu schaffen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt häufig benachteiligt sind.

Für Kunden bleibt der Prozess unverändert: Reparatur- oder Serviceanfragen werden über den IKEA-Kundendienst abgewickelt, Ersatzteile direkt an die Haushalte geliefert und die Termine anschließend von den Sozialunternehmen koordiniert und durchgeführt.

Pilotprojekt mit internationaler Perspektive

Das Programm wurde gemeinsam von der Ingka Group, IKEA Social Entrepreneurship und Yunus Social Innovation entwickelt. Ziel ist es, Sozialunternehmen langfristig als reguläre Geschäftspartner in globale Lieferketten zu integrieren.

Nach Angaben der Initiatoren soll die Schweiz nur der Anfang sein. Weitere Märkte wie Belgien, Italien, Polen, Spanien und Südkorea bereiten ähnliche Modelle bereits vor. Langfristig verfolgt die Ingka Group das Ziel, in jedem ihrer 31 Märkte mindestens ein Sozialunternehmen als festen Lieferkettenpartner zu etablieren.

Inklusion als Teil der Unternehmensstrategie

Mehr als 100 Mitarbeitende der Ingka Group haben bereits an Schulungen zur Identifikation und Integration geeigneter Sozialunternehmen teilgenommen. Das Unternehmen versteht die Initiative nicht als zeitlich begrenztes Pilotprojekt, sondern als langfristige Veränderung der Beschaffungs- und Lieferkettenstrategie.

Mit dem Schweizer Modell soll gezeigt werden, dass wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und soziale Inklusion kein Widerspruch sein müssen. Vielmehr sollen beide Ziele durch die Zusammenarbeit mit Sozialunternehmen gleichzeitig erreicht werden.

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