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Chinas Recyclingwirtschaft im Fokus: IKEA-Investment in Re-mall

Pflanzen als Symbol fuer Recycling
Foto: Ingka Group

Key takeaways

Die IKEA-Mutter Ingka Group investiert erstmals in ein chinesisches Recyclingunternehmen. Mit dem Einstieg bei Re-mall, einem Spezialisten für recyceltes Polypropylen, will Ingka die Kreislaufwirtschaft weltweit fördern. Der Standort in Jiangxi soll ausgebaut und neue Produkte entwickelt werden – mit Signalwirkung über China hinaus.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Ingka Investments, die Investmentgesellschaft der Ingka Group und damit der größte IKEA-Händler weltweit, tätigt ihre erste Kreislaufwirtschafts-Investition in China. Wie das Unternehmen mitteilt, soll mit einer Kapitalbeteiligung an dem Kunststoffrecycler Re-mall die Nachhaltigkeitsstrategie weiter ausgebaut und die globale Kunststoffwende vorangetrieben werden.

Re-mall, mit Sitz in Shanghai, hat sich auf das Recycling von gebrauchten Kunststoffverpackungen spezialisiert. Besonders im Fokus steht die Herstellung von transparentem recyceltem Polypropylen (rPP), das mithilfe eines eigenen Verfahrens aus Post-Consumer-Abfällen gewonnen wird. Diese Materialien kommen unter anderem in Aufbewahrungsboxen, Spielzeug, Kosmetikverpackungen oder Textilprodukten zum Einsatz.

Technologischer Vorreiter im Kunststoffrecycling

Das chinesische Unternehmen gehört zu den wenigen Anbietern weltweit, die recycelte Kunststoffpellets mit hoher Transparenz aus gebrauchten Lebensmittelverpackungen in großem Maßstab herstellen. Eine Herausforderung, die bislang viele Recycler scheitern ließ – unter anderem wegen Verschmutzungen, hoher Kosten und schwankender Nachfrage. Re-mall setzt auf technologische Innovationen und eine enge Zusammenarbeit mit Partnern entlang der Wertschöpfungskette, etwa großen chinesischen Lieferdiensten.

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Beitrag zur globalen Kreislaufwirtschaft

Für Ingka ist die Beteiligung ein strategischer Schritt, um die weltweite Umstellung auf zirkuläre Modelle zu unterstützen. „Re-malls Lieferantennetzwerk und Partnerschaften schaffen bereits heute greifbare Effekte für den chinesischen Recyclingmarkt“, so Lukas Visser, Head of Circular Investments bei Ingka. Ziel sei es, diesen Impact international zu verstärken.

Auch Pontus Erntell, Präsident und Chief Sustainability Officer von IKEA China, sieht in der Investition eine langfristige Verpflichtung: „Wir haben die Verantwortung und die Chance, die Kreislaufwirtschaft auch über IKEA hinaus zu beschleunigen.“ Der chinesische Markt biete durch seine Größe und Innovationskraft enorme Potenziale.

Standortvorteile und Ausbaupläne

Re-mall betreibt eine Produktionsstätte in der Provinz Jiangxi – ein strategisch günstiger Standort, um Kunststoffabfälle aus Großstädten wie Shanghai oder Guangzhou zu verwerten. Mit der frischen Kapitalspritze soll die Recyclingkapazität ausgebaut und das Produktspektrum erweitert werden.

ZHU Kuan, CEO von Re-mall, begrüßt die neue Partnerschaft: „Gemeinsam mit Ingka wollen wir Kunststoffabfälle in wertvolle Ressourcen verwandeln und so zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit unserer Umwelt beitragen.“

Ingka hatte seinen Circular Investment-Bereich bereits 2017 gegründet. Das Portfolio konzentriert sich auf Materialien mit hoher CO2-Belastung und begrenzter Recyclinginfrastruktur. Die Beteiligung an Re-mall ergänzt das bisherige Engagement in Europa, etwa beim niederländischen Recycler Morssinkhof Rymoplast.

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