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Insolventer Kult-Hersteller Wesco: Naber übernimmt Markenrechte und Online-Shop

Abfalleimer der Traditionsmarke Wesco
Foto: Wesco

Key takeaways

Nach über einem Jahrhundert im Bereich Haushaltswaren meldet Wesco Insolvenz an. Das für den "Kickmaster" bekannte Unternehmen fand keinen Investor, ein schwerer Schlag für die Traditionsmarke. Konfrontiert mit steigenden Kosten und sinkender Nachfrage, scheiterten Sanierungsbemühungen. Etwa 80 Angestellte in Arnsberg verlieren ihre Jobs, doch die Marke Wesco lebt durch die Übernahme immaterieller Werte durch Naber GmbH weiter, sichert Arbeitsplätze und die Fortführung der Produktlinien.

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Nach mehr als einem Jahrhundert als feste Größe im Bereich der Haushaltswaren steht die M. Westermann & Co. GmbH, besser bekannt unter dem Markennamen Wesco, vor dem Aus. Das Unternehmen, das besonders für seine Design-Produkte wie den „Kickmaster“ Mülleimer bekannt ist, hatte bereits im November 2023 Insolvenz angemeldet und letztlich keinen Gesamt-Investor gefunden. Dies markiert einen traurigen Wendepunkt in der über 150-jährigen Geschichte eines Unternehmens, das sich durch hochwertige Küchenaccessoires und Abfallsammler einen Namen gemacht hat.

Die Insolvenzanmeldung folgt auf eine Reihe von Herausforderungen, mit denen das Unternehmen konfrontiert wurde, darunter signifikant gestiegene Material- und Energiekosten infolge des Kriegs in der Ukraine. Diese Kostensteigerungen konnten nicht vollständig an die Konsumenten weitergegeben werden, was zusammen mit einer allgemein niedrigen Kauflust und speziell im Segment der hochwertigen Müllsammler zu Umsatzeinbußen führte. Im Zuge des Eigenverwaltungsverfahrens strebte Wesco eine Neuausrichtung an. Das Unternehmen hate jüngst Optimierungen im Lagermanagement und Personalanpassungen vorgenommen, allerdings ohne den erhofften Erfolg.

Aufgrund des fehlenden Großinvestors musste das Unternehmen nun den etwa 80 Angestellten in Arnsberg die Kündigung aussprechen, wie der Sauerland Kurier berichtet. Wie von der Firmenleitung bekannt gegeben wurde, sind – abgesehen von einem Team von etwa 30 Personen, das die Abwicklung übernimmt – die restlichen Mitarbeiter bereits von ihren Aufgaben entbunden worden. Die laufenden Geschäftsaktivitäten wurden eingestellt.

Obwohl die Situation für das Unternehmen in Arnsberg als endgültig angesehen wird, zeichnet sich dennoch ein kleiner Lichtblick ab: Letzte Woche wurden die nicht physischen Vermögenswerte an die Naber GmbH in Nordhorn verkauft. Dies beinhaltet vor allem die Wort- und Markenrechte, die Eigentumsrechte an Webseiten und Domains sowie den Online-Shop der Marke „Wesco“. Die Übernahme durch Naber gewährleistet dadurch zumindest die Weiterführung der Marke und ihrer Produktlinien. Laut Unternehmensangaben sicher dies zudem den Erhalt von ca. 60 Arbeitsplätzen.

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