ANZEIGE

ANZEIGE

Insolvenzen in Deutschland steigen 2025 um satte 10 Prozent

Stempel mit Schriftzug Insolvent
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist 2025 um 10,3 Prozent auf 24.064 Fälle gestiegen. Besonders betroffen sind Transport, Gastronomie und Bau. Auch bei Verbraucherinsolvenzen zeigt sich ein Anstieg. Insgesamt meldeten die Amtsgerichte 77.219 Privatinsolvenzen und damit deutlich mehr als im Vorjahr.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im Jahr 2025 erneut gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 24.064 Unternehmensinsolvenzen registriert. Das entspricht einem Anstieg von 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Insolvenzzahlen erreichen höchsten Stand seit 2014

Damit setzt sich der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre fort. Bereits 2024 und 2023 waren die Unternehmensinsolvenzen jeweils um mehr als 20 Prozent gestiegen. Mit den aktuellen Zahlen erreicht die Zahl der Firmenpleiten den höchsten Stand seit 2014.

Während der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 lag die Zahl der Unternehmensinsolvenzen mit rund 32.700 Fällen allerdings noch deutlich höher.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Forderungen der Gläubiger sinken trotz mehr Insolvenzen

Die Forderungen der Gläubiger aus den gemeldeten Unternehmensinsolvenzen beliefen sich 2025 auf rund 47,9 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor hatten sie noch bei etwa 58,1 Milliarden Euro gelegen.

Der Rückgang erklärt sich vor allem dadurch, dass 2025 weniger große Unternehmensinsolvenzen verzeichnet wurden. Die Zahl der sogenannten Großinsolvenzen mit Forderungen von mindestens 25 Millionen Euro ging im Vergleich zum Vorjahr um rund 15,6 Prozent zurück.

Transport, Gastronomie und Bau besonders betroffen

Die höchste Insolvenzhäufigkeit wurde im Jahr 2025 im Bereich Verkehr und Lagerei registriert. Hier kamen auf 10.000 Unternehmen insgesamt 133 Insolvenzen.

Ebenfalls überdurchschnittlich betroffen waren das Gastgewerbe mit 108 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen sowie das Baugewerbe mit 104 Fällen. Auch bei sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, etwa Zeitarbeitsfirmen, lag die Quote mit 100 Insolvenzen deutlich über dem Durchschnitt.

Zuwachs auch bei Verbraucherinsolvenzen

Neben Unternehmen meldeten auch mehr Privatpersonen Insolvenz an. Insgesamt wurden im Jahr 2025 rund 77.219 Verbraucherinsolvenzen registriert. Das entspricht einem Anstieg von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Deutlicher Anstieg zum Jahresende

Auch bei den Unternehmensinsolvenzen zeigte sich zum Jahresende eine weitere Zunahme. Im Dezember 2025 registrierten die Amtsgerichte 2.037 Unternehmensinsolvenzen, ein Plus von 13,7 Prozent im Vergleich zum Dezember 2024. Die Forderungen der Gläubiger beliefen sich in diesem Monat auf rund 3,6 Milliarden Euro.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored