ANZEIGE

ANZEIGE

Intershop meldet Umsatzrückgang 2025 und negatives EBIT

Intershop Stammsitz in Jena
Foto: Intershop Communications AG

Key takeaways

Intershop verzeichnet 2025 einen deutlichen Umsatzrückgang, während das Cloud-Geschäft stabil bleibt. Ein Großprojekt belastet das Ergebnis erheblich. Der Vertrag von CEO Markus Dränert wurde verlängert, und für 2026 erwartet das Unternehmen ein ausgeglichenes operatives Ergebnis.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Intershop Communications AG hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 33,3 Mio. Euro erwirtschaftet und liegt damit spürbar unter dem Vorjahreswert von 38,8 Mio. Euro. Rückgänge in Service, Lizenzen und Wartung belasteten die Entwicklung, während das strategisch zentrale Cloud-Geschäft stabil blieb. Das operative Ergebnis (EBIT) fiel nach vorläufigen Zahlen vor allem aufgrund eines ressourcenintensiven Großprojekts sowie Kostenmaßnahmen zur Effizienzsteigerung auf –2,8 Mio. Euro.

Cloud-Geschäft stabil, Auftragseingang deutlich höher

Mit 20,5 Mio. Euro lagen die Cloud- und Subscription-Umsätze exakt auf Vorjahresniveau, machten jedoch 62 % des Gesamtumsatzes aus und gewannen damit weiter an Gewicht. Der Cloud-Auftragseingang stieg auf 21,7 Mio. Euro, ein Plus von 9 %, wofür vor allem Neuabschlüsse im vierten Quartal verantwortlich waren. Der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) blieb mit 20,1 Mio. Euro stabil. Der Net New ARR ging aufgrund auslaufender Verträge deutlich auf 0,6 Mio. Euro zurück; inklusive Währungseffekten lag er nahezu bei null. Die Cloud-Marge bewegte sich mit 65 % auf konstant hohem Niveau.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Schwächeres Lizenz- und Servicegeschäft sowie operative Belastungen

Die Umsätze aus Lizenzen und Wartung sanken auf 6,4 Mio. Euro. Die Serviceumsätze reduzierten sich infolge eines komplexen Projekts und der Partner-First-Strategie um 29 % auf 6,3 Mio. Euro. Mit der Abnahme des Projekts Anfang Februar 2026 hat Intershop allerdings einen wichtigen Meilenstein erreicht. Das Bruttoergebnis fiel auf 14,7 Mio. Euro, die Bruttomarge sank auf 44 %. Während die Kosten für Forschung und Entwicklung um 8 % stiegen, konnte Intershop die Ausgaben in Vertrieb und Verwaltung reduzieren. Einmalaufwendungen für Personalabbau wirkten ebenfalls ergebnisbelastend.

Ergebnis und Personalentwicklung

Das EBITDA fiel auf 0,5 Mio. Euro, das Ergebnis nach Steuern auf –3,2 Mio. Euro. Intershop beschäftigte Ende 2025 weltweit 224 Mitarbeiter, deutlich weniger als die 261 Beschäftigten im Vorjahr. Insgesamt spiegelt sich im Ergebnis ein Transformationsjahr mit technologischem Umbau, einer neuen Projekt- und Partnerstrategie sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenbasis.

Vorstandskontinuität und strategische Weiterentwicklung

Der Aufsichtsrat verlängerte den Vertrag von CEO Markus Dränert bis März 2029. Dränert, seit 2025 im Amt, soll den Wandel zur Agentic B2B-Commerce-Plattform und die Umsetzung der Partner-First-Strategie weiter vorantreiben. Die Eigenkapitalquote stieg zum Jahresende auf 36 %, die liquiden Mittel lagen nahezu stabil bei 8,8 Mio. Euro.

Ausblick 2026

Für das laufende Jahr erwartet Intershop einen Cloud-Auftragseingang und Net New ARR auf Vorjahresniveau. Der Umsatz dürfte leicht rückläufig sein. Aufgrund der gesenkten Kostenbasis rechnet das Unternehmen mit einem ausgeglichenen operativen Ergebnis. Die vorgelegten Zahlen sind vorläufig und stehen unter Vorbehalt der Abschlussprüfung, der vollständige Jahresabschluss wird Mitte März veröffentlicht.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored