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Studie: Kartenzahlung und Mobile Payment weiter auf dem Vormarsch

Bezahlung mit Girocard an einer Ladentheke
Foto: EURO Kartensysteme

Key takeaways

In Deutschland überholt Kartenzahlung erstmals das Bargeld. Laut Allensbach-Studie 2025 bevorzugen 47 % der Befragten Kartenzahlung, besonders die girocard. Gleichzeitig steigt der Wunsch nach digitalen und souveränen Bezahlsystemen. Mobile Payment wächst, vor allem bei jungen Menschen, und europäische Lösungen gewinnen an Bedeutung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Kartenzahlung ist erstmals das bevorzugte Zahlungsmittel in Deutschland – ein Wendepunkt, den die neue Allensbach-Studie im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme e.V. aufzeigt. Laut den Erhebungen haben 47 Prozent der Befragten bei ihrem letzten Einkauf mit Karte bezahlt, nur 41 Prozent griffen noch zu Scheinen oder Münzen. Damit überholt das digitale Bezahlen zum ersten Mal seit Studienbeginn im Jahr 2006 das Bargeld.

girocard bleibt Favorit unter den Karten

Besonders beliebt ist die girocard: Unter den Befragten mit mehreren Karten gaben 52 Prozent an, diese bevorzugt zu nutzen. Kreditkarten kommen hingegen lediglich auf 15 Prozent. Auch der Blick in die Zukunft bestätigt den Trend: Für das Jahr 2030 erwarten 77 Prozent der Teilnehmenden, dass die Debitkarte der deutschen Banken und Sparkassen weiterhin das meistgenutzte Zahlungsmittel bleibt.

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Mobile Payment bei Jüngeren im Aufschwung

Ein weiterer Trend ist das mobile Bezahlen per Smartphone oder Smartwatch. Bereits 25 Prozent der Befragten haben mindestens einmal auf diese Weise bezahlt – mehr als doppelt so viele wie noch 2022. Besonders unter 30-Jährige treiben diese Entwicklung voran: 42 Prozent dieser Altersgruppe bevorzugen Mobile Payment, fast gleichauf mit klassischen Kartenzahlungen (45 Prozent).

Wunsch nach europäischer Unabhängigkeit

Angesichts globaler Unsicherheiten nimmt der Wunsch nach Souveränität beim Bezahlen zu. 60 Prozent der Befragten halten es für wichtig, weiterhin mit europäischen Bezahlsystemen wie der girocard oder wero zahlen zu können. Im Vergleich zu 2022 ist das ein Anstieg um 15 Prozent. 69 Prozent sehen die größere Unabhängigkeit von US-amerikanischen Anbietern wie VISA, Mastercard oder PayPal als klaren Vorteil. Ein oft übersehener Aspekt: 71 Prozent der Befragten wussten nicht, dass europäische Datenschutzstandards für internationale Anbieter keine Gültigkeit haben.

Politische Unsicherheit beeinflusst Konsumverhalten

Die wirtschaftlich und politisch angespannte Weltlage schlägt sich auch auf die Kaufentscheidungen nieder. Jeder Dritte fühlt sich verunsichert, fast ein Drittel hat Zukunftsängste. Als Reaktion achten 70 Prozent der Konsumenten stärker auf den Preis, 49 Prozent geben an, sich weniger leisten zu können. Gleichzeitig gewinnen Herkunft und Unabhängigkeit an Relevanz: 62 Prozent greifen gezielt zu Produkten aus Deutschland oder der EU, 20 Prozent meiden US-Produkte bewusst.

girocard als europäisches Erfolgsmodell

Die Allensbach-Studie 2025 macht deutlich: Bezahlen in Deutschland wird digitaler, unabhängiger und souveräner. Die girocard bleibt dabei zentrales Element eines funktionierenden und datenschutzkonformen Zahlungssystems. Ingo Limburg, Vorsitzender der Initiative Deutsche Zahlungssysteme, betont die Bedeutung heimischer Lösungen: Nur durch die Kombination bestehender und neuer Systeme könne ein resilienter europäischer Zahlungsverkehr entstehen.

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