Der Zahlungsdienstleister Klarna ist mit kräftigem Wachstum in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Das Unternehmen steigerte im ersten Quartal sowohl Umsatz als auch Handelsvolumen deutlich und verbesserte gleichzeitig seine Profitabilität. Besonders stark entwickelte sich das Geschäft in den USA sowie bei Finanzierungsangeboten für größere Anschaffungen.
Umsatz wächst um 44 Prozent
Im ersten Quartal 2026 erhöhte Klarna das abgewickelte Handelsvolumen (GMV) um 33 Prozent auf 33,7 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent auf rund eine Milliarde US-Dollar zu.
Das bereinigte operative Ergebnis stieg auf 68 Millionen US-Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum lediglich drei Millionen US-Dollar erzielt worden waren. Auch unter dem Strich erreichte Klarna wieder einen Gewinn. Der Nettogewinn lag bei einer Million US-Dollar nach einem Verlust von 99 Millionen US-Dollar im Vorjahr.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Klarna baut Händlernetzwerk weiter aus
Nach Unternehmensangaben nutzen inzwischen mehr als eine Million Händler die Zahlungs- und Finanzierungsangebote von Klarna. Das entspricht einem Wachstum von 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Wichtige Wachstumstreiber sind Partnerschaften mit Zahlungsdienstleistern wie Stripe und Nexi. Kooperationen mit JPMorgan Payments und Worldpay sollen in Kürze folgen. Zudem erweitert Klarna sein Händlernetzwerk in Branchen wie Reisen, Möbel, Gaming und Mode.
Das Unternehmen bietet Händlern weiterhin drei zentrale Zahlungsmodelle an: Sofortzahlung („Pay Now“), zinsfreie spätere Zahlung („Pay Later“) sowie Ratenfinanzierungen für größere Anschaffungen.
Mehr aktive Nutzer und stärkere Kundenbindung
Die Zahl der aktiven Kunden stieg im ersten Quartal auf 119 Millionen Nutzer und lag damit 21 Prozent über dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig intensiviert sich laut Klarna die Nutzung bestehender Kunden.
Besonders dynamisch entwickelt sich die sogenannte „Fair Financing“-Lösung für größere Einkäufe. Das entsprechende Handelsvolumen wuchs um 138 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Auch die Klarna Card gewinnt an Bedeutung. Die Karte zählt inzwischen fünf Millionen aktive Nutzer in 16 Ländern. Zusätzlich startete Klarna Anfang 2026 Peer-to-Peer-Zahlungen in 13 europäischen Ländern.
Klarna bestätigt Prognose für 2026
Für das Gesamtjahr hält Klarna an seiner bisherigen Prognose fest. Im zweiten Quartal erwartet das Unternehmen ein Handelsvolumen zwischen 35,5 und 36,5 Milliarden US-Dollar sowie einen Umsatz von bis zu einer Milliarde US-Dollar.
Klarna verweist zudem auf seine hohe operative Effizienz. Der Umsatz pro Mitarbeiter habe sich seit 2022 vervierfacht und liege inzwischen bei knapp 1,4 Millionen US-Dollar.


