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Klarna peilt Bewertung von 14 Milliarden Dollar bei US-Börsengang an

Klarna Büro mit Logo
Foto: Klarna

Key takeaways

Klarna plant seinen Börsengang in den USA und strebt dabei eine Bewertung von bis zu 14 Milliarden Dollar an. Das schwedische Fintech will mit dem IPO rund 1,27 Milliarden Dollar einnehmen. Der Schritt gilt als wichtiger Indikator für die Stimmung im Tech- und Fintech-Sektor.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Schwedens Fintech-Vorzeigeunternehmen Klarna strebt bei seinem lang erwarteten Börsengang in den USA eine Bewertung von bis zu 14 Milliarden Dollar (rund 13 Milliarden Euro) an. Das gab das Unternehmen am Dienstag bekannt. Der Schritt markiert eine Rückkehr der Tech-IPO-Aktivität nach einer jahrelangen Zurückhaltung und signalisiert wachsenden Investorenappetit für wachstumsstarke Technologieunternehmen.

Geplant ist der Verkauf von rund 34,3 Millionen Aktien zu einem Stückpreis zwischen 35 und 37 Dollar. Damit könnte ein Emissionserlös von bis zu 1,27 Milliarden Dollar (etwa 1,18 Milliarden Euro) erzielt werden. Neben Klarna selbst wollen auch bestehende Investoren Anteile veräußern. Der Handelsstart soll an der New Yorker Börse unter dem Tickersymbol „KLAR“ erfolgen.

Rückenwind für Tech-IPOs

Analysten bewerten den Klarna-IPO als potenzielles Stimmungsbarometer für den gesamten Fintech-Sektor. Eine erfolgreiche Platzierung könnte das Vertrauen in hochbewertete, technologiegetriebene Geschäftsmodelle stärken – ein Rückschlag dagegen würde auf Skepsis gegenüber ambitionierten Bewertungen und regulatorischen Risiken hinweisen.

Zuletzt hatten bereits andere Unternehmen wie die Neo-Bank Chime oder der Stablecoin-Emittent Circle das Interesse der Anleger geweckt, was auf eine vorsichtige Wiederbelebung des IPO-Markts hindeutet. Klarna hatte seine ursprünglichen Börsenpläne im Jahr 2021 zunächst zurückgestellt und eine direkte Notierung erwogen, entschied sich jedoch angesichts unsicherer Marktbedingungen dagegen.

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Geschäftsmodell mit Risiken

Klarna wurde 2005 in Stockholm gegründet und war eines der ersten Unternehmen, das Onlinekäufe mit der Option „Buy Now, Pay Later“ (BNPL) anbot. Das Modell erlaubt Verbrauchern, Einkäufe in mehreren zinsfreien Raten zu begleichen. Besonders junge Konsumenten schätzen die flexible Zahlungsabwicklung. Die Zahl aktiver Kunden lag Ende Juni bei rund 111 Millionen, die Zahl der angebundenen Händler bei etwa 790.000 in 26 Ländern.

Trotz des Erfolgs steht das BNPL-Modell in der Kritik: In einem Umfeld hoher Inflation drohen Kreditverluste, da die Bonität der Nutzer oft nur unzureichend geprüft wird. Das stellt die langfristige Profitabilität infrage.

Große Namen unter den Investoren

Zu den prominentesten Anteilseignern zählen der US-Wagniskapitalgeber Sequoia Capital und die dänische Unternehmensgruppe Heartland A/S des Unternehmers Anders Holch Povlsen, die auch hinter Modemarken wie Only und Vero Moda steht. Klarna arbeitet mit zahlreichen internationalen Handelsmarken zusammen, darunter H&M, Zara, Sephora und Coach, und bietet mittlerweile auch Bankdienstleistungen an.

Die nun geplante Börsennotierung könnte Klarna dabei helfen, seine Position auf dem wichtigen US-Markt weiter auszubauen und neue Wachstumspotenziale zu erschließen.

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