Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im April 2026 deutlich verschlechtert und setzt ihren Abwärtstrend fort. Der NIM Konsumklima-Index powered by GfK sinkt für Mai auf -33,3 Punkte und erreicht damit den niedrigsten Stand seit über zwei Jahren. Hauptursachen sind gestiegene Preise, wirtschaftliche Unsicherheiten und geopolitische Spannungen.
Einkommenserwartungen brechen stark ein
Besonders deutlich zeigt sich die Verschlechterung bei den Einkommenserwartungen. Der Indikator fällt um 18,1 Punkte auf -24,4 Zähler. Ausschlaggebend sind vor allem steigende Inflationserwartungen und eine schwächere Konjunkturperspektive, die die finanzielle Planung vieler Haushalte erheblich belasten.
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Kaufzurückhaltung nimmt weiter zu
Parallel dazu sinkt die Anschaffungsneigung auf ein Zwei-Jahres-Tief. Größere Ausgaben werden zunehmend aufgeschoben, da Verbraucher die wirtschaftliche Lage als unsicher einschätzen. Die Sparneigung bleibt trotz eines leichten Rückgangs weiterhin auf vergleichsweise hohem Niveau.
Inflation und Energiepreise verstärken Druck
Die Inflation ist zuletzt spürbar gestiegen, unter anderem durch höhere Energiepreise infolge geopolitischer Konflikte. Auch wenn sich einzelne Preisentwicklungen kurzfristig etwas entspannen, bleibt das allgemeine Preisniveau für viele Haushalte eine Belastung.
Konjunkturaussichten deutlich eingetrübt
Die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Monaten verschlechtern sich erneut. Viele Verbraucher befürchten, dass sich die ohnehin fragile Erholung der deutschen Wirtschaft weiter abschwächt, insbesondere bei anhaltenden internationalen Krisen.


