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Logistik: Kühne+Nagel legt Sparprogramm nach Gewinneinbruch auf

LKW von Kühne+Nagel
Foto: Kühne+Nagel

Key takeaways

Kühne+Nagel reagiert auf sinkende Gewinne und Margendruck mit einem Sparprogramm über 200 Millionen Franken jährlich. Während in der Luft- und Seefracht Marktanteile ausgebaut wurden, belasteten Wechselkurse und US-Geschäft das Ergebnis. Die Übernahme von Apex Logistics stärkt das Luftfrachtgeschäft. Der Ausblick bleibt vorsichtig optimistisch.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Kühne+Nagel reagiert mit einem ambitionierten Kostensenkungsprogramm auf ein schwieriges Marktumfeld. Der weltweit tätige Logistikkonzern kündigte an, durch strukturelle Maßnahmen über 200 Millionen Franken pro Jahr einsparen zu wollen. Ziel ist es, die Effizienz zu steigern und Margendruck sowie Überkapazitäten entgegenzuwirken.

Stabile Umsätze, sinkende Gewinne

In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 erwirtschaftete Kühne+Nagel einen Nettoumsatz von 18,5 Milliarden Franken – ein Plus von 3 % gegenüber dem Vorjahr. Der Reingewinn ging jedoch um 17 % auf 761 Millionen Franken zurück, das EBIT sank auf 1,03 Milliarden Franken. Besonders im dritten Quartal war ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Wechselkurse belasteten das Ergebnis mit 14 Millionen Franken.

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Luft- und Seefracht mit Licht und Schatten

In der Luftfracht konnte Kühne+Nagel dank Investitionen in Hyperscaler-Logistik und verderbliche Güter Marktanteile gewinnen. Das Volumen stieg um 7 % auf 1,6 Millionen Tonnen, der EBIT ging jedoch leicht auf 322 Millionen Franken zurück. In der Seefracht legte der Umsatz leicht zu, der Gewinn brach aber um 27 % auf 479 Millionen Franken ein. Besonders schwach zeigte sich das US-Geschäft der übernommenen IMC Logistics. Dagegen legten Importe nach Europa zu, das Geschäft mit KMU-Kunden wurde weiter ausgebaut.

Rückläufige Ergebnisse bei Landverkehr und Kontraktlogistik

Im Landverkehr blieb der Umsatz mit 2,6 Milliarden Franken stabil, der EBIT sank auf 67 Millionen Franken. Die Auslastung der Netzwerke in Europa blieb schwach. Die Nachfrage nach Zolldienstleistungen in den USA hielt angesichts wachsender Komplexität jedoch an. Die Kontraktlogistik erzielte mit 161 Millionen Franken EBIT ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Kühne+Nagel eröffnete ein weiteres Distributionszentrum für Lego in Vietnam, um das Asiengeschäft auszubauen.

Übernahme von Apex Logistics und Ausblick

Am 19. August 2025 machte die Partners Group von ihrer Verkaufsoption Gebrauch und veräußerte ihren Anteil von 24,9 % an Apex Logistics. Kühne+Nagel übernahm den chinesischen Luftfrachtdienstleister für 886 Millionen Franken. Die Finanzierung erfolgt über liquide Mittel und bestehende Kreditlinien.

CEO Stefan Paul betont die Notwendigkeit der Maßnahmen angesichts anhaltender Herausforderungen. Trotz der Belastungen erwartet das Unternehmen für das Gesamtjahr 2025 ein EBIT von über 1,3 Milliarden Franken.

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