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Levi Strauss wächst und hebt Jahresprognose nach starkem Quartal an

Junges Model mit hellblauer Levis Jeans
Foto: Levi Strauss & Co.

Key takeaways

Der US-Jeanshersteller steigert Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal deutlich und hebt die Prognose für 2026 an. Vor allem das Direct-to-Consumer-Geschäft treibt Wachstum und Margen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Das US-Bekleidungsunternehmen Levi Strauss & Co. hat im zweiten Quartal 2026 ein robustes Wachstum erzielt und seine Jahresprognose nach oben angepasst. Der Umsatz stieg auf 1,56 Milliarden US-Dollar und lag damit um 8 Prozent über dem Vorjahreswert, währungsbereinigt entspricht dies einem Plus von 6 Prozent.

Wachstum über alle Regionen hinweg

Die Entwicklung wurde von einer breiten regionalen Dynamik getragen. Besonders stark präsentierte sich das Geschäft in Asien mit einem Umsatzanstieg von 10 Prozent. Auch die Region Americas entwickelte sich mit einem Plus von 9 Prozent solide. Europa verzeichnete zwar ein moderates Wachstum, wurde jedoch durch logistische Sondereffekte aus dem Vorjahr beeinflusst.

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Direct-to-Consumer als zentraler Treiber

Ein wesentlicher Wachstumsmotor bleibt das Direct-to-Consumer-Geschäft. Die Umsätze in diesem Bereich legten um 11 Prozent zu und machen inzwischen 51 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Der E-Commerce entwickelte sich mit einem Anstieg von 19 Prozent besonders dynamisch.

Parallel dazu wuchs das Großhandelsgeschäft moderat um 5 Prozent. Zusätzliche Impulse kamen von Beyond Yoga, das ein Umsatzplus von 16 Prozent verzeichnete und damit seine Rolle als Wachstumskategorie weiter ausbaute.

Profitabilität steigt spürbar

Neben dem Umsatz verbesserte sich auch die Ertragslage. Die operative Marge erhöhte sich auf 7,8 Prozent, während die bereinigte EBIT-Marge auf 9,0 Prozent stieg. Treiber dieser Entwicklung waren geringere Produktkosten, Preisanpassungen sowie eine disziplinierte Kostenkontrolle.

Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen lag bei 95 Millionen US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg auf 0,28 US-Dollar und unterstreicht die zunehmende Skalierbarkeit des Geschäftsmodells.

Strategischer Umbau zeigt Wirkung

Levi Strauss profitiert zunehmend von seiner strategischen Transformation hin zu einem Direct-to-Consumer-getriebenen Unternehmen. Der Fokus auf eigene Vertriebskanäle, digitale Geschäftsmodelle und eine breitere Positionierung als Lifestyle-Marke eröffnet zusätzliche Wachstumspotenziale und verbessert gleichzeitig die Margenstruktur.

Prognose für 2026 angehoben

Angesichts der starken ersten Jahreshälfte zeigt sich das Unternehmen optimistischer für das Gesamtjahr. Levi Strauss erwartet nun ein Umsatzwachstum zwischen 7,0 und 7,5 Prozent. Das organische Wachstum soll bei 5,5 bis 6,0 Prozent liegen.

Beim Ergebnis rechnet das Management mit einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 1,46 und 1,52 US-Dollar und liegt damit über der bisherigen Prognose.

Kapitalrückführung und Ausblick

Zusätzlich stärkt der Konzern seine Kapitalrückführung an die Aktionäre. Die Dividende wurde erhöht, parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm weiter.

Trotz makroökonomischer Unsicherheiten wie Inflation, Währungsschwankungen und Handelsrisiken zeigt sich das Unternehmen stabil aufgestellt. Die Kombination aus starker Marke, wachsendem Direktgeschäft und verbesserter Profitabilität bildet die Grundlage für weiteres Wachstum.

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