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Studie: Digitale Sackgasse – Warum Logistiker nicht skalieren

LKW Container in einem Logistikhof
Foto: Pexels

Key takeaways

Eine Studie von Strategy& und der BVL zeigt: Zwar digitalisieren 96 % der Logistikunternehmen aktiv, doch nur 10 % skalieren erfolgreich. Der Fokus liegt oft auf Effizienz statt Innovation. Besonders bei GenAI verschenkt die Branche großes Potenzial. Es fehlen Strategie, Führung – und oft sogar Erfolgskontrolle.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Trotz einer nahezu flächendeckenden Transformation gelingt es der Transport- und Logistikbranche bislang nicht, digitale Technologien wirksam in den Alltag zu integrieren. Eine neue Studie von Strategy&, der Strategieberatung von PwC, und der Bundesvereinigung Logistik (BVL) zeigt: Zwar treiben 96 % der Unternehmen digitale Projekte voran, doch nur 10 % skalieren ihre Lösungen erfolgreich.

Dabei ist das Bewusstsein für die Notwendigkeit da. Zwei Drittel der befragten Unternehmen – überwiegend aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – bewerten ihren digitalen Reifegrad als niedrig bis mittel. Zwar verfügen knapp 70 % über strategische Rahmenbedingungen, aber nur ein Drittel schafft es, diese auch in konkrete Maßnahmen zu überführen.

Fokus auf Effizienz statt Innovation

Die meisten Digitalisierungsinitiativen zielen auf kurzfristige Effizienzgewinne ab. 76 % der Unternehmen automatisieren betriebliche Abläufe, sei es in der Tourenplanung, im Lager oder der Verwaltung. Rund die Hälfte nutzt Business-Intelligence-Tools, und 44 % investieren in moderne IT- und Cloud-Infrastruktur. Innovationsgetriebene Ansätze bleiben hingegen Mangelware.

Ein Hoffnungsträger ist Generative AI: Rund 80 % der Unternehmen beschäftigen sich mit der Technologie – doch nur 3 % haben sie vollständig implementiert. Dabei sehen viele Befragte erhebliches Potenzial, etwa bei der Analyse von Kundendaten, der Routenoptimierung oder in der Wettbewerbsbeobachtung. Die erwarteten Profitabilitätsgewinne liegen je nach Marktsegment zwischen 1,4 und 4,4 Prozentpunkten.

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Organisatorische Hürden hemmen Fortschritt

Der größte Bremsklotz für die digitale Transformation liegt nicht in der Technik, sondern in den Strukturen der Unternehmen. Knapp die Hälfte nennt fehlende strategische Priorisierung als Haupthindernis. Ein Drittel kämpft mit internen Vorbehalten. Erfolgreiche Digitalisierung braucht laut Studie vor allem eine klare Führung: 70 % der erfolgreichen Projekte basieren auf einer klaren Strategie, fast die Hälfte auf engagierter Führungsarbeit und 41 % auf aktivem Change Management.

Zudem fehlen oft grundlegende Kontrollmechanismen. Ein Viertel der Logistiker misst den Erfolg seiner Digitalisierung gar nicht, fast 20 % berichten von erheblichen Abweichungen zwischen Planung und Realität. Die Studie fordert deshalb eine stärkere strategische Steuerung mit klarem Verantwortungsbereich, Risikomanagement und konkretem Business Case.

Ohne Skalierung droht die strategische Lücke

Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen wird die mangelnde Skalierbarkeit digitaler Lösungen zunehmend zum Risiko. Während digitale Vorreiter ihre Effizienz und Umsätze steigern, drohen reaktiv agierenden Unternehmen Wettbewerbsnachteile. Ohne ganzheitliche Integration und laufende Erfolgskontrolle bleiben digitale Investitionen ein Kostenfaktor – statt zur Quelle für nachhaltiges Wachstum zu werden.

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