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Einzeldeals treiben Logistik-Investments trotz Rückgang bei Großtransaktionen

Logistikhalle mit LKW
Foto: Pixabay

Key takeaways

Der deutsche Logistik-Investmentmarkt verzeichnete 2025 ein Volumen von 6,2 Mrd. €, getrieben durch ein starkes Wachstum bei Einzeldeals. Großtransaktionen und Portfoliokäufe blieben dagegen schwächer. Für 2026 wird mit einer stabilen Entwicklung gerechnet – unterstützt durch verbesserte Rahmenbedingungen und zunehmende Marktdynamik.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der deutsche Logistik-Investmentmarkt hat im Jahr 2025 ein Transaktionsvolumen von rund 6,2 Mrd. € erreicht. Das bedeutet einen Rückgang von 10 % im Vergleich zum Vorjahr sowie 18 % unter dem zehnjährigen Durchschnitt. Dennoch zeigt sich laut BNP Paribas eine spürbare Belebung des Marktes gegenüber den beiden Vorjahren. Verantwortlich dafür ist vor allem die gestiegene Zahl an Einzeltransaktionen, während großvolumige Deals seltener abgeschlossen wurden.

Einzeldeals dominieren das Geschehen

Laut Analyse von BNP Paribas Real Estate verzeichneten Einzelinvestments ein Plus von 17 % gegenüber 2024 und machten mit 4,1 Mrd. € rund 67 % des Gesamtvolumens aus – so viel wie noch nie in den letzten zehn Jahren. Portfoliotransaktionen hingegen kamen nur auf gut 2 Mrd. €, was einem Rückgang von 39 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders in der ersten Jahreshälfte dominierten kleinere Paketverkäufe, im zweiten Halbjahr zog die Aktivität jedoch wieder deutlich an.

Begünstigt durch das nach wie vor hohe Zinsniveau stiegen die Netto-Spitzenrenditen an allen A-Standorten. Im vierten Quartal kletterten sie um 10 Basispunkte auf 4,50 %, in Leipzig sogar auf 4,70 %. Verglichen mit dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 25 Basispunkte.

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Starker Mittelbau und internationale Dominanz

Bemerkenswert ist die Performance von Transaktionen im mittleren Größensegment: Deals zwischen 25 und 50 Mio. € erreichten mit knapp 1,8 Mrd. € ein neues Rekordvolumen – 42 % über dem Zehnjahresschnitt. Auch das Segment zwischen 50 und 100 Mio. € legte um 21 % zu. Kleinere Deals zwischen 10 und 25 Mio. € überschritten zum dritten Mal überhaupt die 1-Mrd.-€-Marke. Großvolumige Abschlüsse über 100 Mio. € machten dagegen nur 27 % des Gesamtvolumens aus, nach 50 % im Vorjahr.

Regionale Märkte wie Berlin, München und Stuttgart zeigten sich besonders dynamisch. Insgesamt summierten sich die Transaktionen in den acht bedeutendsten Logistikstandorten auf 1,74 Mrd. €, ein leichtes Plus von 2 % im Vergleich zu 2024.

Rund 70 % des gesamten Investmentvolumens entfielen auf internationale Anleger. Zwar investierten diese in Summe weniger als im außergewöhnlich starken Vorjahr, blieben mit etwa 4,3 Mrd. € aber im Bereich des langjährigen Mittels. Deutsche Investoren steigerten ihr Engagement um 10 %.

Ausblick: Hoffnung auf mehr Großdeals

Die insgesamt lebhafte Entwicklung im Jahr 2025 könnte sich auch im laufenden Jahr fortsetzen. Zwar bleiben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – insbesondere in der ersten Jahreshälfte – herausfordernd. Doch positive Impulse aus staatlichen Sondervermögen für Infrastruktur und Verteidigung könnten im weiteren Jahresverlauf für mehr Dynamik sorgen.

Für 2026 wird eine stabile bis leicht verbesserte Marktentwicklung erwartet. Mit einer sich erholenden Konjunktur und weniger volatilen Finanzierungskonditionen dürfte auch das Segment der großvolumigen Transaktionen wieder anziehen. Der deutsche Logistik-Investmentmarkt bleibt damit ein robuster Sektor mit positiven Perspektiven – trotz geopolitischer Unsicherheiten und wachsender internationaler Spannungen.

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