Die Lufthansa Cargo hat mit GlobeCross eine neue Tochtergesellschaft für grenzüberschreitende Logistik- und Zollservices gegründet. Das Unternehmen entstand aus der Fusion der bisherigen Gesellschaften heyworld und CB Customs Broker, die formal zum 6. Mai abgeschlossen wurde. Ziel ist es, digitale E-Commerce-Lösungen und Zollkompetenz in einer integrierten Plattform zusammenzuführen.
Fokus auf digitale End-to-End-Logistik
Mit GlobeCross erweitert Lufthansa Cargo ihr Angebot deutlich über klassische Luftfrachttransporte hinaus. Die neue Gesellschaft bündelt digitale Prozesse, Zollabwicklung und Transportlösungen in einem zentralen Modell für den internationalen Warenverkehr. Im Mittelpunkt stehen transparente Lieferketten, automatisierte Abläufe und eine schnellere grenzüberschreitende Abwicklung.
CEO Ashwin Bhat betont, dass die Kombination aus eCommerce-Logistik und zertifizierter Zollkompetenz Kunden eine vollständig integrierte Lösung bieten soll. Dadurch sollen Prozesse effizienter, regelkonformer und besser planbar werden.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Drei strategische Leistungsbereiche
Das Leistungsportfolio von GlobeCross basiert auf drei zentralen Bereichen. Dazu zählen integrierte E-Commerce-Logistiklösungen inklusive Transport, Zoll und Zustellung auf der letzten Meile. Hinzu kommen spezialisierte Importterminals an wichtigen Luftfrachtstandorten, die durch eigene Softwarelösungen unterstützt werden.
Ergänzt wird das Angebot durch digitale Zollservices für Import- und Exportprozesse innerhalb der EU. GlobeCross greift dabei auf mehr als 20 Jahre Erfahrung und bestehende Zertifizierungen im Zollbereich zurück.
Kunden sollen von kürzeren Prozessen profitieren
Für bestehende Kunden von heyworld und CB Customs Broker bleiben bestehende Verträge, Ansprechpartner und operative Abläufe unverändert. Gleichzeitig soll die neue Struktur interne Schnittstellen reduzieren und Entscheidungen beschleunigen.
Managing Director Nikola Todic erklärt, dass die Bündelung beider Unternehmen Verzögerungen an Grenzen minimieren und eine durchgängige Steuerung internationaler Lieferketten ermöglichen soll. Auch Murat Odabas verweist auf die Bedeutung strukturierter Informationsflüsse und automatisierter Compliance-Prozesse, um Reibungsverluste im internationalen Handel zu reduzieren.
Asset-Light-Modell mit Fokus auf Skalierung
GlobeCross verfolgt ein Asset-Light-Modell und konzentriert sich vor allem auf Software, Prozesssteuerung und regulatorische Expertise statt auf umfangreiche eigene Infrastruktur. Dadurch soll das Unternehmen flexibel skalierbar bleiben und neue Lösungen schneller in den Markt bringen können.
Der Sitz von GlobeCross befindet sich am Flughafen Frankfurt. Gleichzeitig profitiert die Gesellschaft von der Einbindung in die Logistikstrukturen der Lufthansa Group.



