Lyft bringt seine App erstmals regulär nach Europa. Nutzer aus den USA und Kanada können ab sofort mit ihrem bestehenden Lyft-Konto Fahrten in ausgewählten europäischen Städten buchen, ohne eine zusätzliche App installieren zu müssen. Den Anfang machen Barcelona und Hamburg, weitere Großstädte sollen laut Lyft im Oktober folgen.
Start in Barcelona und Hamburg
Zum Auftakt ist der Dienst zunächst in Barcelona und Hamburg verfügbar. Im Laufe des Oktobers will Lyft die Nutzung unter anderem auf London, Rom, Paris, Berlin, Athen und Warschau ausweiten.
Bis Ende Oktober soll die App für Reisende außerdem in Spanien, Italien, Griechenland, Polen, England, Schottland, Irland, Österreich, Frankreich und Deutschland funktionieren. Grundlage dafür sind Tests, die Lyft bereits im Sommer in Europa durchgeführt hatte.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Bestehendes Konto und Zahlungsmittel bleiben erhalten
Für nordamerikanische Kunden ändert sich am eigentlichen Nutzungserlebnis wenig. Sie können dasselbe Konto und dieselben hinterlegten Zahlungsmethoden verwenden wie in den USA und Kanada.
Künftig soll außerdem die Möglichkeit hinzukommen, Fahrten entweder in der Heimatwährung oder in der lokalen Währung abzurechnen. Diese Funktion ist nach Unternehmensangaben für das kommende Jahr vorgesehen.
Neue Technik verbindet Lyft mit Drittplattformen
Für den Europa-Start hat Lyft eine neue technische Infrastruktur aufgebaut. Sie verbindet die eigene App mit externen Mobilitätsmarktplätzen und greift dabei auf deren Fahrerangebot zurück.
Damit muss Lyft nicht in jedem Markt ein vollständiges eigenes Netzwerk von Fahrern aufbauen. Die neue Architektur soll zugleich als Grundlage dienen, künftig weitere Plattformen und Länder anzubinden.
Freenow und Gett bleiben für europäische Nutzer bestehen
Europäische Kunden sollen vorerst weiterhin die Apps Freenow by Lyft und Gett by Lyft verwenden. Für Fahrer auf diesen Plattformen eröffnet der Start der Lyft-App jedoch zusätzliche Nachfrage durch Reisende aus Nordamerika.
Lyft positioniert die Expansion deshalb weniger als vollständigen Neustart in Europa, sondern als Verbindung bestehender Mobilitätsangebote mit der eigenen internationalen Nutzerbasis.
Lyft baut sich zur globalen Mobilitätsplattform um
Strategisch markiert der Schritt einen weiteren Wandel des Unternehmens. Lyft will sich von einem vor allem nordamerikanischen Ridesharing-Anbieter zu einer internationalen Multi-Mobility-Plattform entwickeln.
Die neue Technik ist dabei zentral: Statt ausschließlich eigene Marktplätze zu betreiben, kann Lyft künftig Drittanbieter integrieren und seine App als übergreifenden Zugang zu lokalen Mobilitätsangeboten nutzen.





