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Macy’s dämpft Erwartungen für 2026 – Importzölle bleiben Belastungsfaktor

Logo an einer Macys Filiale in den USA
Foto: jetcityimage2 / depositphotos.com

Key takeaways

Macy’s erwartet nach einem soliden Jahresabschluss für 2026 ein schwieriges Jahr mit sinkenden Umsätzen und Gewinnen. Belastend wirken Zölle und Konsumzurückhaltung, während Bloomingdale’s und strategische Investitionen Hoffnung auf Stabilisierung im weiteren Jahresverlauf geben.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Macy’s stellt sich nach soliden Ergebnissen für 2025 auf ein schwierigeres Geschäftsjahr ein. Der US-Warenhauskonzern rechnet 2026 mit rückläufigen Umsätzen und Gewinnen und verweist auf anhaltende makroökonomische Unsicherheiten sowie geopolitische Risiken, die die Konsumlaune belasten könnten.

Solide Zahlen in 2025

Macy’s hat laut Jahresbericht im vierten Quartal 2025 die eigenen Erwartungen übertroffen und eine insgesamt stabile Entwicklung gezeigt. Der Umsatz lag mit 7,6 Milliarden US-Dollar über der Prognose, während die vergleichbaren Verkäufe um 1,8 % zulegten. Besonders positiv entwickelte sich das wachstumsrelevante Kerngeschäft („go-forward“), das ein Plus von 2,0 % erreichte. Treiber dieser Entwicklung war vor allem Bloomingdale’s mit einem starken Comparable-Sales-Wachstum von 9,9 %, während das Macy’s-Kernsegment moderat zulegte.

Auf Gesamtjahressicht gelang dem Unternehmen die Rückkehr zu positivem Wachstum bei vergleichbaren Umsätzen (+1,5 %) – ein wichtiger Meilenstein im Rahmen der laufenden Transformationsstrategie. Trotz rückläufiger Gesamtumsätze, bedingt durch Filialschließungen, konnte Macy’s die Profitabilität stabil halten und die Gewinnerwartungen übertreffen. Der Gewinn je Aktie lag über der Prognose, zudem generierte das Unternehmen einen starken operativen Cashflow und verfügte zum Jahresende über eine solide Liquiditätsposition.

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Vorsichtiger Ausblick

Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 21,4 und 21,65 Milliarden US-Dollar und damit unter dem Niveau von 2025. Auch beim Ergebnis je Aktie prognostiziert Macy’s einen Rückgang auf 1,90 bis 2,10 Dollar. Die vergleichbaren Umsätze könnten sich zwischen minus 0,5 und plus 0,5 Prozent bewegen – ein deutlicher Dämpfer nach einem Plus von 1,5 Prozent im Vorjahr.

Zölle belasten – Entspannung in Sicht

Ein zentraler Belastungsfaktor bleiben Importzölle, die insbesondere in der ersten Jahreshälfte deutlich auf die Margen drücken dürften. Das Unternehmen geht jedoch davon aus, dass sich die Effekte im weiteren Jahresverlauf abschwächen. Bereits 2025 hatten Zölle die Bruttomarge spürbar reduziert.

Luxusformate treiben Wachstum

Während das klassische Macy’s-Geschäft schwächelt, entwickeln sich die Premium-Formate deutlich besser. Besonders Bloomingdale’s überzeugte mit einem kräftigen Umsatz- und Wachstumsschub und erzielte das beste Weihnachtsgeschäft seiner Geschichte. Auch Bluemercury legte moderat zu. Diese Segmente gelten als wichtige Ertragstreiber mit höheren Margen.

Strategische Neuausrichtung im Fokus

Im Rahmen der Strategie „Bold New Chapter“ treibt Macy’s die Modernisierung seines Filialnetzes weiter voran. Nach dem bisherigen Programm „Reimagine 125“ sollen künftig rund 200 Standorte gezielt aufgewertet werden. Parallel investiert der Konzern verstärkt in digitale Kanäle und Markeninszenierung, um die Kundenbindung zu stärken.

Börse reagiert positiv

Trotz des vorsichtigen Ausblicks legte die Aktie im frühen Handel zu. Anleger honorierten vor allem die besser als erwarteten Quartalszahlen sowie die Aussicht auf nachlassenden Zoll-Druck im Jahresverlauf.

Unterm Strich zeigt sich Macy’s finanziell stabil, mit solider Liquidität und weiterem Spielraum für Investitionen und Ausschüttungen. Dennoch bleibt das Umfeld herausfordernd – und der Konzern setzt auf Disziplin, um durch ein unsicheres Konsumjahr zu steuern.

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