Maersk ist mit steigenden Transportmengen und operativen Verbesserungen in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und anhaltendem Preisdruck im Containergeschäft konnte der Logistikkonzern im ersten Quartal in allen Geschäftsbereichen wachsen und hält an seiner Jahresprognose fest.
Starkes Wachstum im Containergeschäft
Im Bereich Ocean steigerte Maersk das transportierte Volumen um 9,3 Prozent und gewann nach eigenen Angaben Marktanteile hinzu. Gleichzeitig blieb das Marktumfeld angespannt, da Überkapazitäten in der Branche weiterhin auf die Frachtraten drückten.
Die Auslastung der Flotte lag bei hohen 96 Prozent. Effizienzprogramme und niedrigere Treibstoffkosten halfen dabei, die operativen Kosten stabil zu halten. Der Bereich Ocean verzeichnete dennoch einen operativen Verlust von 192 Millionen US-Dollar.
Maersk betont zugleich die Bedeutung seines flexiblen Netzwerks, das Lieferkettenprobleme infolge des Nahostkonflikts teilweise abfedern konnte.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Logistics & Services verbessert Profitabilität
Die Sparte Logistics & Services setzte ihren Wachstumskurs fort. Der Umsatz stieg um 8,7 Prozent, während sich die operative Marge bereits das achte Quartal in Folge verbesserte.
Besonders gefragt waren laut Unternehmen Luftfrachtlösungen und sogenannte Middle-Mile-Services. Gleichzeitig setzte Maersk seine Maßnahmen zur Kostendisziplin und Prozessoptimierung fort.
Das operative Ergebnis der Sparte erhöhte sich auf 173 Millionen US-Dollar.
Terminals wachsen weiter
Auch das Terminalgeschäft entwickelte sich positiv. Die umgeschlagenen Volumina stiegen um 4,3 Prozent, während die Erlöse um 6,7 Prozent zulegten.
Das operative Ergebnis der Sparte erreichte 436 Millionen US-Dollar. Unterstützt wurde die Entwicklung durch höhere Umsätze pro Containerbewegung sowie positive Wechselkurseffekte.
Parallel investiert Maersk weiter in den Ausbau seiner globalen Hafeninfrastruktur. Dazu gehören Erweiterungsprojekte in Brasilien, Mexiko, Saudi-Arabien, Vietnam und Deutschland.
Milliardeninvestitionen und stabile Jahresprognose
Im ersten Quartal bestellte Maersk zudem acht neue Großcontainerschiffe mit Dual-Fuel-Antrieb. Die Schiffe sollen zwischen 2029 und 2030 ausgeliefert werden und sowohl mit konventionellem Treibstoff als auch mit Flüssiggas betrieben werden können.
Darüber hinaus investiert der Konzern in die Modernisierung und Automatisierung seiner Lager- und Logistikstandorte. In Singapur eröffnete Maersk ein neues Logistikzentrum mit einer Fläche von rund 1,1 Millionen Quadratfuß.
Für das Gesamtjahr 2026 hält das Unternehmen an seiner Prognose fest. Maersk erwartet weiterhin ein Wachstum des globalen Containermarktes zwischen zwei und vier Prozent und rechnet damit, im Einklang mit dem Markt zu wachsen.




