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Maersk hebt Jahresprognose nach starkem zweiten Quartal deutlich an

Grosses Container Schiff von Maersk
Foto: Maersk

Key takeaways

Hohe Nachfrage, steigende Frachtraten und wachsende Transportmengen bescheren dem dänischen Logistikkonzern ein starkes Quartal. Besonders das Containergeschäft verbessert seine Ertragslage deutlich, während geopolitische Störungen weiterhin die weltweiten Warenströme und Kapazitäten beeinflussen.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Der Logistikkonzern Maersk hat nach einem starken zweiten Quartal seine Prognose für 2026 deutlich angehoben. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 20 Prozent von 13,1 auf 15,8 Milliarden US-Dollar. Das EBITDA erreichte 3,0 Milliarden Dollar, während sich das EBIT von 845 Millionen auf 1,6 Milliarden Dollar nahezu verdoppelte. Die EBIT-Marge erhöhte sich auf 10,0 Prozent.

Getragen wurde die Entwicklung von einer robusten Transportnachfrage, höheren Spot-Frachtraten und steigenden Mengen in allen Geschäftsbereichen. Besonders kräftig entwickelten sich Importe nach Afrika, Nord- und Lateinamerika, unterstützt durch anhaltend hohe Exporte aus Fernost und insbesondere China.

Starke Frachtraten treiben das Ocean-Geschäft

Im größten Geschäftsbereich Ocean stieg der Umsatz um 23 Prozent. Die transportierten Mengen legten um 4,1 Prozent zu, während sich die durchschnittliche Frachtrate um 22 Prozent erhöhte. Die Auslastung der Schiffe blieb mit 96 Prozent hoch.

Das EBIT des Segments sprang von 229 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf 935 Millionen Dollar. Im ersten Quartal 2026 hatte Ocean noch einen operativen Verlust von 192 Millionen Dollar ausgewiesen. Zu den Preistreibern gehörten neben der Nachfrage knappe Kapazitäten und zunehmende Hafenüberlastungen in mehreren Regionen.

Auch die Störungen in der Straße von Hormus beeinflussten die Transportströme. Maersk leitete für die Golfregion bestimmte Ladung über alternative Häfen und Landverbindungen um und setzte frei werdende Schiffskapazitäten auf anderen wachsenden Routen ein.

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Logistikgeschäft verbessert Profitabilität

Logistics & Services steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent. Die EBIT-Marge erreichte 5,1 Prozent und verbesserte sich damit auch gegenüber dem ersten Quartal. Das EBIT erhöhte sich von 175 auf 217 Millionen Dollar.

Wachstumstreiber waren insbesondere Landtransporte sowie Verbindungen zwischen alternativen Häfen in der Golfregion. Auch Luftfracht, Projektlogistik und das Geschäft mit integrierten Kundenlösungen entwickelten sich positiv.

Im Terminalgeschäft stiegen die Umsätze um elf Prozent und die Mengen um 2,2 Prozent. Das EBIT lag mit 458 Millionen Dollar nahezu auf Vorjahresniveau. Höhere Umsätze je Containerbewegung und zusätzliche Lagererlöse konnten Belastungen aus dem Nahostkonflikt weitgehend kompensieren.

Milliardeninvestitionen in zusätzliche Infrastruktur

Maersk investiert zugleich weiter in seine globale Infrastruktur. In Brasilien nahm die Tochter APM Terminals in Suape ein vollständig elektrifiziertes Containerterminal in Betrieb. Das Investitionsvolumen beträgt 350 Millionen Dollar. Zusätzliche Lager- und Distributionskapazitäten sollen den Standort zu einem integrierten Logistikzentrum ausbauen.

In Vietnam vereinbarten APM Terminals und die Hateco Group mit der Stadt Da Nang den Bau und Betrieb des Lien Chieu Container Terminals. Für das Projekt ist ein Investitionsvolumen von mehr als 1,7 Milliarden Dollar vorgesehen.

Maersk erwartet deutlich höheren Jahresgewinn

Nach den starken Quartalszahlen und einer verbesserten Einschätzung für den weiteren Jahresverlauf hebt Maersk seine Prognose deutlich an. Für 2026 erwartet der Konzern nun ein bereinigtes EBITDA von 10,5 bis 12,5 Milliarden Dollar. Zuvor lag die Spanne bei 8 bis 10 Milliarden Dollar.

Die Prognose für das bereinigte EBIT steigt von bislang 2 bis 4 Milliarden auf 4,5 bis 6,5 Milliarden Dollar. Beim freien Cashflow erwartet Maersk nun einen Wert von mehr als null, nachdem zuvor mindestens minus 1,5 Milliarden Dollar prognostiziert worden waren. Grundlage ist die Erwartung, dass der globale Containermarkt 2026 um rund vier Prozent wächst.

Trotz der höheren Prognose bleibt das Umfeld volatil. Ungleichgewichte bei den Handelsströmen, Engpässe in Häfen und Hinterlandverkehren sowie geopolitische Störungen beeinflussen Kapazitäten und Frachtraten. Für Maersk haben diese Bedingungen im zweiten Quartal allerdings erheblich zum Ergebnisanstieg beigetragen.

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