ANZEIGE

ANZEIGE

DIHK-Umfrage: Mindestlohnerhöhung trifft Hälfte aller Unternehmen

Mann mit Geld bei einem Einkauf an der Kasse
Foto: Pexels

Key takeaways

Die Mindestlohnerhöhung auf 13,90 Euro betrifft laut DIHK direkt oder indirekt jedes zweite Unternehmen. Besonders Gastronomie und Handel spüren die Folgen. Viele Betriebe erhöhen nicht nur Mindestlöhne, sondern auch darüber liegende Gehälter – und reagieren mit Preissteigerungen oder Stellenabbau.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Seit Januar 2026 gilt in Deutschland ein neuer gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde. Wie eine aktuelle Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) unter knapp 15.000 Unternehmen zeigt, betrifft die Anhebung nicht nur Arbeitgeber, die bislang Mindestlohn gezahlt haben. Vielmehr sehen sich zahlreiche Betriebe gezwungen, auch höhere Löhne anzuheben – ein Dominoeffekt, der die gesamte Lohnstruktur verändert.

Auch höhere Lohngruppen betroffen

Laut DIHK ist jedes vierte Unternehmen direkt von der neuen Mindestlohngrenze betroffen, da es Mitarbeitende zu diesem Lohn beschäftigt. Besonders stark trifft es Gastronomie und Einzelhandel: In der Gastronomie zahlt jeder zweite Betrieb den Mindestlohn, im Einzelhandel ist es gut jeder dritte. Die Bauwirtschaft hingegen meldet mit 17 Prozent die geringste Betroffenheit.

Doch die Auswirkungen reichen weit über diese Gruppe hinaus. 40 Prozent der befragten Unternehmen geben an, auch Löhne oberhalb des Mindestlohns anheben zu müssen – in der Industrie sogar fast jeder zweite Betrieb. Grund dafür sei der notwendige Abstand zwischen verschiedenen Lohnstufen, wovor im Vorfeld zahlreiche Experten gewarnt hatten. DIHK-Präsident Peter Adrian betont: „Eine Mindestlohnerhöhung verändert die gesamte Lohnstruktur, nicht nur am unteren Ende.“

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Preissteigerungen und Personalabbau erwartet

Die wirtschaftlichen Folgen sind beträchtlich: 40 Prozent der Unternehmen planen als Reaktion auf die gestiegenen Personalkosten Preiserhöhungen. 13 Prozent erwägen, Personal abzubauen – in Gastronomie und Einzelhandel sogar mehr als 20 Prozent. Nur sieben Prozent der Betriebe beabsichtigen, ihr Angebot einzuschränken.

Hinzu kommt die angespannte wirtschaftliche Lage. „Es entstehen aktuell ohnehin kaum neue Arbeitsplätze“, so Adrian. Deutschland sei im internationalen Vergleich bereits ein Hochlohnland, und steigende Löhne sowie Sozialabgaben belasteten die Wettbewerbsfähigkeit. Der DIHK fordert daher politische Maßnahmen, etwa zur Begrenzung der Sozialabgaben durch eine Reform der Rentenpolitik.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored