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PwC-Mobility-Analyse: Fortschritt der Verkehrswende stockt

Bus und Radweg in Orsnabrueck
Foto: frantic00 / depositphotos.com

Key takeaways

PwC zeigt deutliche Lücken in den Mobilitätsstrategien deutscher Kommunen: Nur 29 % gelten als hochwertig, ein Viertel hat gar keine Strategie. Fehlende Finanzierung, mangelnde Integration und klare Governance bremsen die Verkehrswende.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Mobilitätswende gilt als unverzichtbar, um Klimaziele zu erreichen und Städte lebenswerter zu gestalten. Doch eine neue PwC-Analyse zeigt: Viele Kommunen in Deutschland kommen beim strategischen Rahmen für diese Transformation nur langsam voran. Zwar verfügen inzwischen mehr als die Hälfte der Städte und Kreise über eine Mobilitätsstrategie – erarbeitet oder bereits umgesetzt. Dennoch fehlen in rund einem Viertel der Kommunen grundlegende Planungen, und nur ein kleiner Teil der bestehenden Konzepte erfüllt hohe qualitative Anforderungen.

Große Unterschiede im kommunalen Fortschritt

PwC hat 400 kreisfreie Städte und Landkreise ausgewertet. Das Bild ist stark fragmentiert: Einige Kommunen verfolgen integrierte Gesamtstrategien, die Verkehr, Stadtentwicklung und langfristige Ziele vereinen. Andere konzentrieren sich auf einzelne Maßnahmen oder Teilbereiche. Lediglich 29 Prozent der untersuchten Strategien gelten als hochwertig, weitere 18 Prozent als solide Teilstrategien. Die Mehrheit bleibt jedoch punktuell und weist deutliche Lücken auf.

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Fehlende Einbettung in die Stadtentwicklung

Ein zentraler Schwachpunkt betrifft die fehlende Verknüpfung mit gesamtstädtischen Zukunftsthemen. Nur 16 Prozent der Strategien betrachten Mobilität gemeinsam mit Wohnen, Tourismus, Freiraumentwicklung oder Klimaschutz. Gerade diese Integration wäre entscheidend, um Verkehr nachhaltig zu reduzieren, Flächen besser zu nutzen und Lebensqualität zu steigern. Auch Finanzierungsfragen werden oft unzureichend adressiert – obwohl knappe Budgets vielerorts die größte Hürde darstellen.

Sechs Erfolgsfaktoren als Orientierung

Die Analyse identifiziert sechs Faktoren, die für erfolgreiche Verkehrswende-Prozesse zentral sind. Dazu zählt eine Stadtplanung, die den motorisierten Individualverkehr reduziert und Alternativen stärkt, etwa durch Radwege, verkehrsberuhigte Quartiere oder Mobility Hubs. Ebenso essenziell ist der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs – kombiniert mit On-Demand-Angeboten, Sharing-Modellen und flexiblen Buskonzepten.

Wichtige Hebel sind auch die Antriebswende, insbesondere durch den Ausbau der Elektromobilität im ÖPNV. 2024 waren bereits 3.375 Busse emissionsfrei unterwegs, weitere über 9.000 sollen folgen. Ergänzend gewinnen betriebliche Mobilitätsangebote wie Leasingmodelle, Mobilitätsbudgets oder Homeoffice an Bedeutung. Die Digitalisierung bildet das verbindende Element: Mobilitäts-Apps, KI-gestützte Datenanalysen und vernetzte Systeme verbessern Nutzerfreundlichkeit und Effizienz. Viele Großstädte bieten bereits ÖPNV-Apps und integrierte Sharing-Angebote an.

Governance als Schlüssel für nachhaltigen Erfolg

PwC betont, dass die Mobilitätswende nur gelingt, wenn Kommunen klare strategische Leitplanken setzen und Verantwortlichkeiten eindeutig definieren. Ohne eine übergreifende Governance laufen Einzelmaßnahmen Gefahr, unverbunden zu bleiben oder ihre Wirkung zu verlieren. Für eine wirkungsvolle Umsetzung braucht es daher einen konsistenten Rahmen, der aufeinander abgestimmte Maßnahmen ermöglicht und den Transformationsprozess strukturiert begleitet.

Unterstützend bietet PwC mit dem Mobilitätswende-Navigator ein Beratungsmodell an, das Kommunen von der ersten Bestandsaufnahme über die Strategieentwicklung bis hin zur praktischen Umsetzung begleitet.

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