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München Box gestartet: Paketstationen für nachhaltige Quartierslogistik

Muenchen Box Paketstation von myflexbox und DeinFach
Foto: Michael Nagy / Presseamt München

Key takeaways

Die Landeshauptstadt München startet mit der „München Box“ ein neues Paketboxsystem in Wohnquartieren. Die anbieteroffenen Stationen ermöglichen eine nachhaltige, platzsparende Zustellung. Partner sind myflexbox und DeinFach. Ziel ist die Reduzierung von Lieferverkehr bei gleichzeitiger Verbesserung des Services für Mieter und Paketdienste.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Mit der „München Box“ will die Landeshauptstadt eine nachhaltige Alternative zum bisherigen Lieferverkehr schaffen. Seit dem 21. November stehen in mehreren Wohnquartieren der Münchner Wohnen neue, anbieteroffene Paketstationen bereit, die sowohl Sendungen empfangen als auch Retouren und Versand ermöglichen. Der Betrieb erfolgt durch die Dienstleister myflexbox und DeinFach, wodurch ein Großteil der Paketdienste – darunter DHL, UPS, DPD, GLS und FedEx – abgedeckt wird.

Pakete für alle – zentral, flexibel und nachhaltig

In einer Stadt, in der jährlich etwa 93 Pakete pro Haushalt eingehen, stößt der Lieferverkehr an seine Grenzen. Mehrere Zusteller auf engem Raum sorgen für Staus, zugeparkte Gehwege und unnötige Emissionen. Die München Box will genau hier ansetzen: Durch gebündelte Zustellung an zentral gelegene Stationen sollen Verkehrsprobleme verringert, Flächen gespart und die Effizienz gesteigert werden. Dabei verfolgt die Stadt einen konsequent anbieteroffenen Ansatz. Nur Systeme, die mindestens drei Logistikfirmen unterstützen, werden gefördert.

Die Boxen stehen derzeit in neun Wohnquartieren – unter anderem in Laim, Bogenhausen und Harlaching – und fassen je nach Ausführung bis zu 200 Pakete. Weitere Standorte sind bereits in Planung. Ein Pilotprojekt für zehn öffentlich zugängliche Boxen im Stadtteil Haidhausen soll 2026 folgen.

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Partner für urbane Logistik

Die München Box ist Teil der Mobilitätsstrategie 2035 und basiert auf einem Stadtratsbeschluss zur urbanen Logistik. Projektpartner ist die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Münchner Wohnen, die nicht nur Flächen bereitstellt, sondern das System aktiv in ihre Mobilitätskonzepte integriert. Die Mieterschaft wird durch Aushänge über neue Stationen informiert. Erste Rückmeldungen deuten auf eine positive Resonanz hin.

Die Bedienung der Boxen erfolgt über Abholcodes, sodass Pakete rund um die Uhr abgeholt werden können. Für Versand und Retouren gelten die gleichen Standards. Jonathan Grothaus, CEO von myflexbox, betont den offenen Charakter seines Unternehmens, das neutral und unabhängig von den Paketdiensten agiert. Auch Lukas Beckedorff, Geschäftsführer von DeinFach, hebt die Zugänglichkeit und einfache Bedienbarkeit hervor.

Bürgermeister Dominik Krause sieht in der München Box einen wichtigen Schritt zu mehr Verkehrssicherheit und weniger Lieferverkehr in der Stadt. Mobilitätsreferent Georg Dunkel ergänzt: „Weniger Fahrten bedeuten weniger Emissionen und mehr Lebensqualität.“

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