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Nestlé wächst mit Innovationsstrategie trotz Gewinnrückgang

Logo am Nestle Headquarter
Nestlé Headquarters in Vevey / Foto: Nestlé

Key takeaways

Nestlé erzielt im ersten Halbjahr 2025 ein organisches Wachstum von 2,9 Prozent, trotz rückläufigem Gewinn. Wachstumsimpulse kommen aus gezielten Investitionen, Innovationen und Effizienzmaßnahmen. In China bleibt die Lage schwierig. Das Unternehmen bestätigt seine Jahresprognose und setzt verstärkt auf digitale Transformation und Premiumprodukte.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Nestlé hat im ersten Halbjahr 2025 trotz eines rückläufigen Gewinns Fortschritte bei der Umsetzung seiner Wachstumsstrategie gemacht. Das Unternehmen verzeichnete ein organisches Wachstum von 2,9 Prozent, wobei sich insbesondere Investitionen in ausgewählte Kategorien und innovative Produkte als Wachstumstreiber erwiesen.

Starkes Wachstum durch Innovation und gezielte Investitionen

CEO Laurent Freixe betont, dass Nestlé derzeit dort viermal schneller wachse als der Konzern insgesamt, wo gezielt in Kategorieausbau investiert werde. Die sechs globalen Innovationsprojekte des Unternehmens – sogenannte „Big Bets“ – erzielten im ersten Halbjahr einen kumulierten Umsatz von über 200 Millionen Schweizer Franken (ca. 207 Mio. Euro). Gleichzeitig wird aktiv an der Verbesserung von 18 unterdurchschnittlich performenden Geschäftseinheiten gearbeitet, wobei sich deren Wachstumsrückstand zum Markt um ein Drittel reduziert hat.

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China-Geschäft bleibt Sorgenkind

Ein erheblicher Gegenwind kommt aus dem chinesischen Markt, dessen Entwicklung die organische Konzernwachstumsrate im zweiten Quartal um 70 Basispunkte und das mengenmäßige Wachstum (RIG) um 40 Basispunkte belastet hat. Um gegenzusteuern, leitet Nestlé Maßnahmen zur Stärkung seiner Marktposition in China ein, die jedoch kurzfristig wachstumshemmend wirken könnten.

Umsatz und Gewinn unter Druck

Trotz des strategischen Fortschritts gingen die Umsatzerlöse um 1,8 Prozent auf 44,2 Milliarden CHF (rund 45,6 Mrd. Euro) zurück. Der Nettogewinn sank um 10,3 Prozent auf 5,07 Milliarden CHF (rund 5,2 Mrd. Euro), das Ergebnis je Aktie reduzierte sich auf 1,97 CHF. Der operative Gewinn auf Basis des bereinigten Ergebnisses fiel ebenfalls um 7,1 Prozent, was sich in einer Marge von 16,5 Prozent niederschlug. Belastend wirkten insbesondere inflationsbedingte Kostensteigerungen, Wechselkurseffekte und steigende Wachstumsinvestitionen.

Investitionen in Marketing und digitale Transformation

Nestlé hat seine Ausgaben für Werbung und Marketing im ersten Halbjahr auf 8,6 Prozent des Umsatzes erhöht. Parallel wird die digitale Transformation des Unternehmens vorangetrieben: Die Nutzung eines zentralen ERP-Systems sowie der Ausbau von KI-gestützten Entscheidungs- und Steuerungssystemen sollen Effizienzvorteile bringen.

„Fuel for Growth“-Programm auf Kurs

Das Effizienzprogramm „Fuel for Growth“ verläuft planmäßig. Im ersten Halbjahr wurden 150 Millionen CHF (rund 155 Mio. Euro) als Einsparungen realisiert. Insgesamt sind für das Jahr 2025 Einsparungen in Höhe von 700 Millionen CHF vorgesehen.

Ausblick bleibt stabil – trotz Risiken

Nestlé hält trotz makroökonomischer Unsicherheiten an seiner Jahresprognose fest. Für das Gesamtjahr 2025 erwartet der Konzern eine stärkere organische Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr sowie eine operative Marge auf oder über dem Niveau von 16 Prozent. Das Unternehmen bekräftigt seine langfristigen Wachstums- und Gewinnziele.

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