ANZEIGE

ANZEIGE

Bio-Offensive: Netto baut Zusammenarbeit mit Alnatura aus

Mehrere Alnatura Produkte und Lebensmittel
Foto: Alnatura

Key takeaways

➟ Netto erweitert die Zusammenarbeit mit Alnatura auf rund 260 zusätzliche Filialen in Bayern und Baden-Württemberg. Mehr als 500 Märkte führen nun Bio-Markenprodukte. Eine PAYBACK-Aktion begleitet den Verkaufsstart.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Netto Marken-Discount erweitert seine Zusammenarbeit mit dem Bio-Hersteller Alnatura und führt dessen Produkte in weiteren Filialen Süddeutschlands ein. Seit Mitte Oktober 2026 sind bis zu 80 Artikel der Marke in rund 260 zusätzlichen Märkten in Bayern und Baden-Württemberg erhältlich. Nach dem Verkaufsstart in Berlin steigt die Zahl der teilnehmenden Netto-Filialen damit nach Unternehmensangaben auf mehr als 500. Der Discounter ergänzt sein bestehendes Bio-Angebot gezielt um eine bekannte Herstellermarke.

Alnatura startet in 260 weiteren Netto-Filialen

Die Sortimentserweiterung folgt auf die Einführung der Alnatura-Produkte in ausgewählten Berliner Märkten. Nach Angaben von Netto fiel die Kundenresonanz dort positiv aus, sodass das Unternehmen die Kooperation nun auf weitere Regionen überträgt.

Mit Bayern und Baden-Württemberg kommen zwei wichtige Absatzgebiete hinzu. Eine bundesweite Einführung ist bislang nicht beschlossen, weitere regionale Ausbauschritte sind jedoch vorgesehen.

Netto will mit der Zusammenarbeit die Auswahl an Bio-Lebensmitteln vergrößern und zusätzliche Kundengruppen ansprechen. Für Alnatura eröffnet die Listung weitere Absatzmöglichkeiten außerhalb der eigenen Bio-Supermärkte und bestehender Handelspartnerschaften.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Bis zu 80 Bio-Produkte für den täglichen Bedarf

Das neue Sortiment umfasst zahlreiche Lebensmittel des täglichen Bedarfs. Dazu gehören unter anderem Haferflocken, Reis, Nudeln, Mehl, Couscous, Hülsenfrüchte und Tomatenprodukte.

Ergänzt wird die Auswahl durch pflanzliche Drinks, Kochalternativen, Frühstücksprodukte, Snacks und Süßwaren. Auch Öle, Saaten und Kokosmilch gehören zum Angebot in den teilnehmenden Filialen.

Mit der breiten Produktauswahl geht die Kooperation über einzelne Aktionsartikel hinaus. Alnatura soll als zusätzliche Bio-Marke in regelmäßig nachgefragten Warengruppen präsent sein.

Netto ergänzt Eigenmarke BioBio um Herstellermarke

Bislang prägt vor allem die Eigenmarke BioBio das Bio-Angebot des Discounters. Die zusätzliche Listung von Alnatura erweitert die Auswahl um Produkte eines etablierten Markenherstellers.

Beide Marken erfüllen unterschiedliche Aufgaben innerhalb der Sortimentsstrategie. Während BioBio das preisorientierte Eigenmarkenangebot abdeckt, kann Alnatura Verbraucher ansprechen, die gezielt nach bekannten Bio-Produkten suchen.

Für Netto entsteht damit die Möglichkeit, das Bio-Sortiment stärker zu differenzieren. Gleichzeitig muss sich die zusätzliche Markenware hinsichtlich Nachfrage, Regalfläche und Wirtschaftlichkeit im Discount behaupten.

PAYBACK-Aktion begleitet Markteinführung

Zum Verkaufsstart in Süddeutschland setzt Netto auf eine besondere Kundenaktion. Vom 19. Oktober bis zum 14. November 2026 erhalten Käufer in den neu teilnehmenden Filialen 44-fach PAYBACK-Punkte auf das dort angebotene Alnatura-Sortiment.

Die Verkaufsförderung soll die Aufmerksamkeit auf die neu gelisteten Produkte erhöhen und Kunden zum Ausprobieren bewegen. Damit verbindet Netto die Sortimentserweiterung mit seinem bestehenden Kundenbindungsprogramm.

Ob sich die Produkte dauerhaft etablieren, dürfte sich vor allem nach dem Ende der Aktion zeigen. Entscheidend wird sein, wie regelmäßig Kunden die Alnatura-Artikel anschließend kaufen.

Mehr als 1.000 Bio-Artikel bei Netto

Nach eigenen Angaben führt Netto über sein reguläres Sortiment sowie saisonale und zeitlich begrenzte Angebote hinweg mehr als 1.000 Bio-Artikel. Die Gesamtzahl umfasst somit auch Produkte, die nicht dauerhaft in allen Filialen verfügbar sind.

Neben der Eigenmarke BioBio arbeitet der Händler mit Organisationen und Partnern wie Naturland und Biokreis zusammen. Alnatura erweitert diese Aufstellung um eine weitere bekannte Marke im deutschen Bio-Lebensmittelmarkt.

Die Kooperation unterstreicht die wachsende Bedeutung von Bio-Produkten für die Sortimentsgestaltung im Discount. Neben günstigen Preisen gewinnen Markenbekanntheit, Produktauswahl und ökologische Erzeugung als Unterscheidungsmerkmale an Bedeutung.

Alnatura gewinnt zusätzliche Reichweite im Discount

Für den Bio-Hersteller bedeutet die Zusammenarbeit einen Ausbau seiner Präsenz im konventionellen Lebensmitteleinzelhandel. Durch die Netto-Filialen kann Alnatura auch Verbraucher erreichen, die ihre Lebensmittel überwiegend bei Discountern einkaufen.

Die breitere Distribution bietet zusätzliche Absatzchancen, stellt jedoch zugleich Anforderungen an die Markenpositionierung. Alnatura muss seine Präsenz in unterschiedlichen Handelsformaten mit dem eigenen Qualitäts- und Markenprofil vereinbaren.

Für Netto ist die Kooperation ebenfalls ein strategischer Test. Der Händler kann prüfen, ob die zusätzlichen Markenprodukte neue Kunden gewinnen und die Attraktivität des gesamten Bio-Sortiments erhöhen.

Weitere regionale Expansion geplant

Netto hat angekündigt, das Alnatura-Angebot perspektivisch auf zusätzliche Regionen auszuweiten. Einen konkreten Zeitplan oder weitere Standorte nannte das Unternehmen bislang nicht.

Der Ausbau in Süddeutschland dürfte deshalb zunächst wichtige Erkenntnisse über die Nachfrage liefern. Dabei spielt auch eine Rolle, ob die neuen Produkte zusätzliche Umsätze erzielen oder teilweise bestehende Bio-Eigenmarkenartikel ersetzen.

Mit inzwischen mehr als 500 teilnehmenden Filialen erreicht die Zusammenarbeit eine größere Größenordnung. Die Entwicklung zeigt, wie etablierte Bio-Marken zunehmend auch im Discount eine Rolle spielen und damit die Grenzen zwischen spezialisierten Bio-Märkten und konventionellem Lebensmittelhandel weiter durchlässig werden.

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored