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Nike stagniert im dritten Quartal und kämpft mit Margendruck

Foto des Nike Stores auf der Hay Street, Australien
Foto: Nike

Key takeaways

Nike zeigt gemischte Quartalszahlen: Ein stabiler Umsatz trifft auf sinkende Gewinne. Die Ursachen sind ein schwaches Direktgeschäft, regionale Rückgänge und steigende Kosten, während der Großhandel als Wachstumstreiber fungiert.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Nike hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 11,3 Milliarden US-Dollar erzielt und damit das Vorjahresniveau gehalten. Währungsbereinigt entspricht dies jedoch einem Rückgang von drei Prozent. Während das Großhandelsgeschäft wächst, belasten schwächere Direktverkäufe und steigende Kosten die Profitabilität.

Großhandel stützt das Geschäft

Das Wholesale-Segment entwickelte sich positiv und legte auf 6,5 Milliarden Dollar zu. Besonders Nordamerika trug zum Wachstum bei. Damit kompensierte dieser Bereich teilweise die rückläufige Entwicklung im Direktgeschäft, das weiterhin unter Druck steht.

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Direktvertrieb verliert an Dynamik

Die Erlöse im Direktgeschäft sanken auf 4,5 Milliarden Dollar. Verantwortlich dafür waren sowohl schwächere digitale Umsätze als auch rückläufige Verkäufe in eigenen Filialen. Insbesondere das Onlinegeschäft verzeichnete deutliche Einbußen.

Regionale Schwächen bremsen Wachstum

Während Nordamerika zulegen konnte, verzeichnete Nike Rückgänge in Europa, dem Nahen Osten und Afrika sowie in China. Diese regionalen Unterschiede spiegeln eine ungleichmäßige Nachfrageentwicklung wider und erschweren eine stabile globale Expansion.

Margen unter Druck durch steigende Kosten

Die Bruttomarge fiel um 130 Basispunkte auf 40,2 Prozent. Hauptursache sind höhere Zölle, insbesondere in Nordamerika. Gleichzeitig stiegen die Verwaltungskosten leicht an, unter anderem durch Abfindungen und Währungseffekte.

Gewinn deutlich rückläufig

Der Nettogewinn sank um 35 Prozent auf rund 500 Millionen Dollar. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,35 Dollar und damit ebenfalls deutlich unter dem Vorjahreswert. Auch steuerliche Sondereffekte aus dem Vorjahr verzerren den Vergleich zusätzlich.

Converse mit starkem Einbruch

Die Tochtermarke Converse verzeichnete einen massiven Umsatzrückgang von über 30 Prozent. Die Schwäche zog sich durch alle Regionen und unterstreicht strukturelle Herausforderungen im Portfolio.

Lagerbestände und Liquidität stabil

Die Lagerbestände gingen leicht auf 7,5 Milliarden Dollar zurück, was auf geringere Stückzahlen und Sortimentsanpassungen zurückzuführen ist. Die liquiden Mittel sanken hingegen deutlich, unter anderem durch Dividenden, Investitionen und Aktienrückkäufe.

Kontinuität bei Aktionärsrenditen

Trotz der schwächeren Ergebnisse setzt Nike seine aktionärsfreundliche Politik fort. Das Unternehmen erhöhte die Dividende zum 24. Mal in Folge und schüttete im Quartal rund 609 Millionen Dollar aus.

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