Nike hat im Dezember 2025 seine NFT-Tochtergesellschaft RTFKT verkauft und vollzieht damit einen strategischen Kurswechsel. Der Schritt erfolgt in einem Umfeld rückläufiger Nachfrage nach digitalen Sammlerstücken und deutet auf eine klarere Fokussierung des Unternehmens auf sein traditionelles Sportgeschäft hin.
Rückzug aus dem NFT-Segment
RTFKT, ausgesprochen „Artifact“, war 2021 auf dem Höhepunkt des NFT-Booms von Nike übernommen worden. Damals investierte der Sportartikelhersteller in digitale Sneakers und blockchain-basierte Produkte und positionierte sich als Vorreiter im virtuellen Konsumgütermarkt. RTFKT kooperierte mit Künstlern und verkaufte virtuelle Sneakers, die teils mehrere Tausend Dollar (rund 9.200 Euro) erzielten.
Doch bereits Ende 2024 hatte Nike das Aus für RTFKT angekündigt. Stattdessen sollten virtuelle Erlebnisse künftig über Partnerschaften mit Videospielentwicklern realisiert werden.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Strategiewechsel unter neuem CEO
Der Verkauf von RTFKT wurde am 16. Dezember 2025 vollzogen, wie der Oregonian unter Berufung auf eine Nike-Mitteilung berichtet. Die Transaktion blieb diskret – Angaben zu Käufer und Preis wurden nicht gemacht. In der Mitteilung bezeichnete Nike den Schritt als Beginn eines „neuen Kapitels für das Unternehmen und seine Gemeinschaft“.
Die Entscheidung steht im Einklang mit dem Kurs von CEO Elliott Hill, der seit 2024 an der Spitze von Nike steht. Hill will das Unternehmen stärker auf das Kerngeschäft im Sportbereich sowie den Großhandel fokussieren und sieht offenbar keinen langfristigen Wert mehr in NFTs.


