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Krankenkassen-Statistik: Zusteller deutlich häufiger krank als andere Berufe

Zusteller mit großem Paket
Foto: Pexels

Key takeaways

Paketzusteller und Lagerarbeiter sind laut Barmer überdurchschnittlich oft krank. 2024 fehlten sie im Schnitt zehn Tage länger als andere Arbeitnehmer. Rückenbeschwerden und Verletzungen zählen zu den Hauptursachen. Die Barmer sieht in verändertem Konsumverhalten eine Möglichkeit zur Entlastung der stark geforderten Berufsgruppen.

Lesezeit ca. 1 Minute

Paketzusteller und Logistikmitarbeiter in Schleswig-Holstein sind im bundesweiten Vergleich besonders stark gesundheitlich belastet. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Krankenkasse Barmer für das Jahr 2024, über die Logistik Heute unter Berufung auf dpa-Informationen berichtet. Zusteller und Lagerarbeiter waren demnach durchschnittlich 34 Tage krank – das sind rund zehn Tage mehr als der Durchschnitt aller Beschäftigten im nördlichsten Bundesland, der bei 24,8 Fehltagen liegt.

Rückenleiden und Verletzungen als häufige Ursache

Besonders häufig litten Paketzusteller unter Rückenbeschwerden. Im Schnitt fehlten Beschäftigte dieser Berufsgruppen neun Tage pro Jahr deswegen. Über alle Branchen hinweg lag dieser Wert bei lediglich 4,6 Tagen. Auch Verletzungen wie Brüche, Zerrungen und Schürfwunden führten in der Logistikbranche zu überdurchschnittlich vielen Fehlzeiten. Während Arbeitnehmer im Durchschnitt 2,3 Tage pro Jahr wegen solcher Verletzungen ausfielen, waren es bei Zustellern rund vier Tage.

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Hoher Druck vor allem zum Jahresende

Der Krankenstand in der Zustell- und Lagerbranche lag laut Barmer bei 9,3 Prozent – das entspricht täglich 93 krankgeschriebenen Beschäftigten pro 1.000 Arbeitnehmer. Besonders stark ist der Druck in der Jahresendphase mit Aktionen wie dem Black Friday oder der Vorweihnachtszeit, in denen das Paketvolumen deutlich steigt.

Torsten Nowak, Sprecher der Barmer, betont, dass einfache Maßnahmen helfen könnten, die Beschäftigten zu entlasten. „Beim Online-Einkauf sollte man möglichst viele Artikel in einer Bestellung bündeln“, sagt Nowak. Auch könne es helfen, dem Zusteller ein paar Schritte entgegenzugehen – besonders in stressigen Phasen.

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