PayPal hat mit KKR eine weitreichende Vereinbarung zur Finanzierung seines europäischen Ratenzahlungsgeschäfts getroffen. Das Abkommen sieht laut PayPal vor, dass KKR bis März 2028 Forderungen aus dem „Buy Now, Pay Later“-Geschäft (BNPL) in fünf europäischen Ländern übernimmt – mit einem potenziellen Gesamtvolumen von bis zu 65 Milliarden Euro.
Erweiterung einer bestehenden Partnerschaft
Bereits seit Mitte 2023 arbeiten PayPal und KKR im Bereich der europäischen BNPL-Finanzierung zusammen. Das neue Abkommen ergänzt die bestehende Partnerschaft durch eine revolvierende Kreditlinie von bis zu 6 Milliarden Euro. Diese ermöglicht es KKR, fortlaufend bestehende und neue Forderungen von PayPal in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich zu kaufen.
PayPal bleibt bei diesem Modell für alle Aktivitäten mit direktem Kundenkontakt verantwortlich. Dazu gehören Kreditprüfung, Kundenservice und Rückzahlungsabwicklung. Das Geschäftsmodell ist damit so strukturiert, dass PayPal sein Angebot ausweiten kann, ohne selbst große Kreditrisiken in der Bilanz zu führen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Strategische Ziele beider Partner
Für PayPal bedeutet die Vereinbarung eine Stärkung seiner Bilanzstruktur. CFO Jamie Miller betont, dass die Lösung Raum für Investitionen und Kapitalrückführungen schafft. Das Unternehmen verfolgt weiterhin ein bilanzeffizientes Modell für Konsumentenkredite, bei dem das operative Geschäft im Vordergrund steht.
KKR wiederum unterstreicht mit dem Deal die Schlagkraft seiner globalen Asset-Based-Finance-Plattform. Managing Director Vaibhav Piplapure sieht die Ausweitung als logischen Schritt, um PayPals wachsendes BNPL-Geschäft in Europa langfristig zu begleiten.




