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Primark treibt Kreislaufmode mit neuem Standard 2.0 voran

Foto des Primark Stores in Prag
Foto: Primark

Key takeaways

Primark führt seinen Circular Product Standard 2.0 ein und treibt damit die Kreislaufwirtschaft in der Mode weiter voran. Der Fokus liegt auf langlebigen, recycelbaren Materialien und skalierbaren Designlösungen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Primark geht den nächsten Schritt auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit und stellt seinen überarbeiteten Circular Product Standard 2.0 vor. Mit dem neuen Rahmenwerk will das Unternehmen zirkuläres Design stärker in seine Produktentwicklung integrieren und entlang der gesamten Lieferkette skalieren.

Weiterentwicklung nach drei Jahren Praxiserfahrung

Der ursprüngliche Standard wurde 2023 eingeführt und basiert auf den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft, wie sie unter anderem von der Ellen MacArthur Foundation definiert wurden. Die neue Version bündelt die Erkenntnisse aus drei Jahren praktischer Anwendung, Tests und Zusammenarbeit mit Industriepartnern. Ziel ist ein klarerer und zugleich praxisnaher Ansatz für die Umsetzung im Tagesgeschäft.

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Drei zentrale Kriterien für zirkuläre Produkte

Im Mittelpunkt des überarbeiteten Standards stehen drei Kernaspekte: Langlebigkeit, nachhaltigere Materialien und Recyclingfähigkeit. Kleidung soll so gestaltet werden, dass sie länger genutzt werden kann, aus recycelten oder verantwortungsvoll beschafften Fasern besteht und am Ende ihres Lebenszyklus besser wiederverwertbar ist.

Breitere Umsetzung in zentralen Produktkategorien

Inzwischen wurden Richtlinien für zirkuläres Design in neun wichtigen Warengruppen implementiert, darunter Denim, Jersey, Strickwaren, Nachtwäsche sowie Kleider und Freizeitbekleidung. Bereits im Geschäftsjahr 2024/25 waren rund fünf Prozent aller verkauften Bekleidungseinheiten nach diesen Prinzipien gestaltet. In einzelnen Kategorien lag der Anteil deutlich höher, etwa bei Jersey-Produkten mit 20 Prozent.

Pragmatischer Ansatz für skalierbare Lösungen

Mit Version 2.0 legt Primark den Fokus stärker auf umsetzbare und skalierbare Maßnahmen. Dazu zählen auch kleinere Anpassungen im Designprozess, etwa die Reduzierung von Materialien oder der Verzicht auf schwer recycelbare Elemente. Gleichzeitig wurde ein neues „Progressive“-Level eingeführt, das höhere Anforderungen an Materialien, Haltbarkeit und Recyclingfähigkeit definiert, etwa durch den verstärkten Einsatz von recycelten Textilien.

Schulungen und Zusammenarbeit als Schlüssel

Um die Umsetzung zu unterstützen, baut Primark seine Trainingsprogramme weiter aus. Mitarbeitende im Einkauf und in der Produktentwicklung erhalten gezielte Schulungen zum Thema zirkuläres Design, die gemeinsam mit Partnern wie der Circular Textiles Foundation entwickelt wurden. Ziel ist es, das Thema systematisch in Entscheidungsprozesse zu integrieren.

Kreislaufwirtschaft als strategischer Schwerpunkt

Primark überprüft derzeit seine gesamte Nachhaltigkeitsstrategie mit Blick auf regulatorische Anforderungen und veränderte Kundenerwartungen. Kreislaufwirtschaft bleibt dabei ein zentraler Bestandteil. Das Unternehmen verfolgt weiterhin das Ziel, nachhaltigere Mode für ein breites Publikum erschwinglich zu machen.

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