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PUMA schließt „Reset-Jahr 2025“ mit deutlichem Verlust ab – 2026 wird Übergangsjahr

PUMA Headquarter in Herzogenaurach
Foto: PUMA

Key takeaways

PUMA beendet 2025 mit Umsatzrückgang und negativem EBIT und definiert 2026 als Übergangsjahr. Ab 2027 soll die strategische Neuausrichtung dann wieder zu nachhaltigem Wachstum führen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

PUMA hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang abgeschlossen und richtet den Fokus nun auf ein Übergangsjahr 2026. Der Sportartikelhersteller bezeichnet 2025 als strategisches „Reset-Jahr“, in dem Vertrieb, Lagerbestände und Kostenstrukturen grundlegend neu ausgerichtet wurden.

Der währungsbereinigte Umsatz sank im Gesamtjahr um 8,1 Prozent auf 7,30 Milliarden Euro. Die Rohertragsmarge ging um 260 Basispunkte auf 45,0 Prozent zurück. Das bereinigte EBIT ohne Einmaleffekte fiel auf minus 165,6 Millionen Euro, das berichtete EBIT lag inklusive Einmaleffekten bei minus 357,2 Millionen Euro.

Deutlicher Einbruch im vierten Quartal

Im Schlussquartal sank der Umsatz währungsbereinigt um 20,7 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro. Belastend wirkten strategische Maßnahmen zur Bereinigung des Vertriebs, Produktrücknahmen im Großhandel und reduzierte Rabattaktionen im Direct-to-Consumer-Geschäft (DTC).

Das Großhandelsgeschäft brach währungsbereinigt um 27,7 Prozent ein, während das DTC-Geschäft um 8,0 Prozent zurückging. Der DTC-Anteil stieg dennoch auf 41,1 Prozent, da PUMA die Abhängigkeit von margenschwächeren Kanälen reduzierte.

Die Rohertragsmarge im vierten Quartal fiel um 750 Basispunkte auf 40,2 Prozent. Das bereinigte EBIT lag bei minus 228,8 Millionen Euro, das berichtete EBIT bei minus 307,7 Millionen Euro.

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Vorräte, Cashflow und Finanzierung

Die Vorräte erhöhten sich leicht auf 2,06 Milliarden Euro. PUMA betont, dass die Rekalibrierung der Bestände im Plan liege und normalisierte Niveaus bis Ende 2026 erwartet würden.

Der freie Cashflow war mit minus 530,3 Millionen Euro deutlich negativ. Die Nettoverschuldung stieg auf 1,06 Milliarden Euro. Gleichzeitig sicherte sich das Unternehmen zusätzliche Finanzierung und verfügte zum Jahresende über ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 1,20 Milliarden Euro.

Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung am 19. Mai 2026 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2025 keine Dividende auszuschütten.

Strategische Fokussierung ab 2026

Für 2026 erwartet PUMA einen währungsbereinigten Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Das EBIT soll zwischen minus 50 und minus 150 Millionen Euro liegen. Geplante Investitionen belaufen sich auf rund 200 Millionen Euro, vor allem in digitale Infrastruktur, DTC-Kanäle und strategische Projekte.

Produktseitig konzentriert sich PUMA künftig auf vier Fokuskategorien: Fußball, Running mit der NITRO™-Technologie, Training in Kooperation mit HYROX sowie Sportstyle Prime & Select.

Ab 2027 soll die strategische Neuausrichtung zu nachhaltigem Wachstum über Branchendurchschnitt führen. Mittelfristig bekräftigt PUMA das Ziel, sich als eine der drei führenden Sportmarken weltweit zu etablieren.

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