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Rakuten schafft erstmals seit sechs Jahren wieder Quartalsgewinn

Eingang des Rakuten Headquarters
Foto: Rakuten

Key takeaways

Nach Jahren hoher Belastungen verbessert sich die finanzielle Lage des japanischen Konzerns deutlich. Kräftige Ergebniszuwächse im FinTech-Geschäft, steigende E-Commerce-Umsätze und sinkende Mobilfunkverluste bescheren Rakuten seit sechs Jahren wieder einen Nettogewinn.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Rakuten ist im zweiten Quartal 2026 erstmals seit sechs Jahren auf Quartalsbasis wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der japanische Konzern steigerte seinen konsolidierten Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,6 Prozent auf den Rekordwert von 665,5 Milliarden Yen. Alle drei Geschäftsbereiche Internet Services, FinTech und Mobile legten beim Umsatz zu.

Das Non-GAAP-Betriebsergebnis erhöhte sich um 109,6 Prozent auf 42 Milliarden Yen, während das operative Ergebnis nach IFRS 20 Milliarden Yen erreichte. Der Nettogewinn der Anteilseigner belief sich auf 7,7 Milliarden Yen. Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich das Ergebnis damit um 58,7 Milliarden Yen.

E-Commerce steigert Handelsvolumen

Internet Services erzielte 338,1 Milliarden Yen Umsatz, 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Non-GAAP-Betriebsergebnis stieg um 68,6 Prozent auf 23,1 Milliarden Yen. Im japanischen E-Commerce erhöhte sich das Bruttowarenvolumen um 5,3 Prozent auf 1,53 Billionen Yen.

Zu den Wachstumstreibern zählten Rakuten Ichiba und Rakuten Travel. Gleichzeitig verbesserte sich die Profitabilität bislang investitionsintensiver Wachstumsaktivitäten. Das Werbegeschäft steigerte seinen Umsatz um 15,6 Prozent auf 65,6 Milliarden Yen. Rakuten führt dies unter anderem auf KI-gestützte Suche und zielgerichtete Bannerwerbung zurück.

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FinTech wächst um 27 Prozent

Das stärkste Umsatzwachstum erzielte der FinTech-Bereich. Die Erlöse stiegen um 27 Prozent auf 295,4 Milliarden Yen, das Non-GAAP-Betriebsergebnis um 60,1 Prozent auf 69,2 Milliarden Yen. Rakuten profitierte von wachsenden Kundenbeständen, höheren Transaktionsvolumina und Kostenkontrolle.

Das Einkaufsvolumen über Rakuten Card erhöhte sich um 9,4 Prozent auf 7,1 Billionen Yen. Rakuten Bank zählte Ende Juni 18,46 Millionen Konten und Einlagen von 13,3 Billionen Yen. Bei Rakuten Securities stieg die Zahl der Konten um 14,5 Prozent auf 14,39 Millionen. Die Zahl der NISA-Konten erreichte 7,92 Millionen und überschritt im Juli die Marke von acht Millionen.

Mobilfunkverluste gehen weiter zurück

Im Mobile-Segment erhöhte sich der Umsatz um 8,3 Prozent auf 121,4 Milliarden Yen. Gleichzeitig verringerte sich der Non-GAAP-Betriebsverlust gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,1 Milliarden auf 33,1 Milliarden Yen.

Rakuten Mobile selbst steigerte den Umsatz um 11,9 Prozent auf 101,3 Milliarden Yen und reduzierte den operativen Verlust um 6,7 Milliarden auf 32,3 Milliarden Yen. Das EBITDA lag bei 5,9 Milliarden Yen. Ende Juni zählte das Mobilfunkangebot 10,75 Millionen Verträge, 1,78 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Der Netto-ARPU erhöhte sich auf 2.516 Yen.

Rakuten stärkt Finanzierung und Liquidität

Auch die Finanzierungssituation rückte im Quartal in den Fokus. Rakuten nahm im Mai durch den Verkauf gehaltener Wertpapiere rund 200 Milliarden Yen ein. Zudem wurden im April nachrangige, auf US-Dollar lautende Anleihen und im Juni Yen-Anleihen vollständig zurückgezahlt.

Nach Unternehmensangaben ist die Finanzierung sämtlicher 2026 fälliger Anleiherückzahlungen gesichert. Für spätere Fälligkeiten will Rakuten unterschiedliche Finanzierungsinstrumente flexibel kombinieren. Neben dem Gewinnwachstum in Internet Services und FinTech bleibt die weitere Verringerung der Mobilfunkverluste damit ein entscheidender Faktor für die finanzielle Entwicklung des Konzerns.

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