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Retail-Investments in Europa stark gefragt – Shoppingcenter im Aufwind

Shopping Center mit Rolltreppe
Foto: Erich Westendarp from Pixabay

Key takeaways

Retail-Investments in Europa legen stark zu: Mit einem Anstieg von 26 % verzeichnet der Einzelhandel den höchsten Zuwachs unter den Immobilienarten. Besonders Shoppingcenter und Fachmärkte sind gefragt, während Highstreet-Objekte nachgeben. Deutschland bleibt einer der Top-Märkte, auch Luxusmieten ziehen europaweit deutlich an.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Das Transaktionsvolumen auf dem europäischen Gewerbeimmobilienmarkt zeigt laut BNP Paribas eine positive Dynamik: Im Vergleich zum Vorjahr ist der Investmentumsatz im Retail-Segment um 26 % gestiegen und erreicht rund 38,2 Mrd. Euro. Damit verzeichnet der Einzelhandel den größten Zuwachs unter allen Objektarten – noch vor Hotels (+15 %) und Büroimmobilien (+13 %). Logistikobjekte mussten hingegen einen leichten Rückgang von 7 % hinnehmen.

In der Gesamtbetrachtung liegt der Marktanteil von Einzelhandelsimmobilien nun bei 23 % des europäischen Investmentvolumens. Dieser Wert liegt deutlich über dem Tiefstand von 16 %, der 2021 während der Corona-Ausläufer erreicht wurde. Nur Büros (26 %) und Logistik (24 %) schneiden aktuell noch besser ab. Hotels tragen rund 13 % zum Markt bei.

Deutschland behauptet sich unter den Top-Märkten

Die drei führenden Märkte Großbritannien (10,5 Mrd. Euro), Deutschland (5,6 Mrd. Euro) und Frankreich (3,1 Mrd. Euro) dominieren weiterhin das Geschehen. Ihr gemeinsamer Anteil am Retail-Investmentvolumen ist jedoch auf 73 % gesunken – ein Rückgang gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 80 %. Italien schließt mit rund 3 Mrd. Euro zu Frankreich auf (+24 %), während Spanien (2,5 Mrd. Euro, +37 %) und Polen (1,4 Mrd. Euro, +124 %) ebenfalls deutlich zulegen konnten.

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Segmentanalyse: Highstreet schwächer, Shoppingcenter und Fachmärkte stärker

Zwischen den einzelnen Segmenten des Einzelhandelsmarkts zeigen sich deutliche Unterschiede. Highstreet-Investments gingen um 18 % zurück, vor allem bedingt durch ausgeprägte Vorjahreseffekte wie die Großtransaktionen in Mailand und Berlin. Dagegen ist die Stimmung bei Shoppingcentern deutlich besser: Seit Q3 2024 wurde ein Volumen von rund 8 Mrd. Euro erreicht – ein Anstieg von 53 %. Zu den größten Transaktionen zählten dabei das Oriocenter in Bergamo, ein italienisches Dreier-Portfolio im Wert von 410 Mio. Euro sowie das Brent Cross in London und die Berliner GropiusPassagen.

Auch Fachmärkte entwickelten sich stabil: Mit 10,5 Mrd. Euro legte das Segment um 13 % zu. Gründe sind unter anderem die Krisenresistenz und die große Bandbreite an Preissegmenten. In Deutschland entfielen 5,6 Mrd. Euro auf diesen Bereich.

Renditeentwicklung: Attraktive Risikoprämien für Investoren

Die Renditen entwickeln sich ebenfalls zugunsten der Retail-Segmente. Spitzenrenditen bei Fachmarktzentren sanken in Deutschland um 10 Basispunkte, in Großbritannien um 25. Shoppingcenter in Premiumlagen Großbritanniens verzeichneten sogar Rückgänge um 50 Basispunkte. Dagegen gaben die Renditen im Highstreet-Bereich in mehreren Metropolen wie Paris, Mailand, London und Madrid leicht nach. Besonders in Paris liegt der Fokus weiterhin stark auf Luxusstandorten – über die Hälfte der dortigen Deals entfällt auf zentrale A-Lagen.

Einzelhandel profitiert von Tourismus und Konjunktur

Für die kommenden Monate wird ein weiterer Aufschwung erwartet. Eine stabilere Zinslandschaft, bessere Konjunkturprognosen und ein Erstarken des Tourismus – vor allem innerhalb Europas – beleben die Passantenfrequenzen und damit die Einzelhandelsumsätze. Laut Eurostat legten diese im August um 1,1 % zu. Während die Zahl der asiatischen Touristen rückläufig ist, bleibt Europa für andere Herkunftsmärkte attraktiv.

Das Konsumentenvertrauen hat sich zuletzt gefestigt, insbesondere was die Einkommenserwartung betrifft. Diese Entwicklung wird durch stabile geopolitische Rahmenbedingungen begünstigt – trotz bestehender Risiken.

Luxusmieten in Europa ziehen weiter an

Besonders im Luxussegment zeigt sich der Aufwärtstrend auch bei den Spitzenmieten. Diese legten in Europas Premiumlagen um durchschnittlich 9 % zu. Die Bond Street in London führt mit über 36.700 Euro/m² jährlich (+16 %). Auch Mailand (+13 %), Rom (+17 %) und weitere Städte wie Wien, Warschau oder Lissabon verzeichnen deutliche Steigerungen. In Deutschland reicht die Spanne der Spitzenmieten von 2.880 Euro (Hamburg) bis rund 3.720 Euro (München), womit die deutschen Top-Standorte im europäischen Vergleich solide abschneiden.

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