Der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont ist mit einem kräftigen Umsatzplus in das neue Geschäftsjahr gestartet. Im ersten Quartal bis Ende Juni 2026 legten die Erlöse deutlich zu, getragen von starker Nachfrage in nahezu allen Regionen und Geschäftsbereichen.
Umsatz wächst zweistellig in allen Kernmärkten
Richemont erzielte im ersten Quartal einen Umsatz von rund 6,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 20 Prozent zu konstanten Wechselkursen beziehungsweise 17 Prozent zu aktuellen Kursen. Besonders stark entwickelte sich das Geschäft in den Americas und in Japan, wo zweistellige Zuwächse verzeichnet wurden. Auch in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum blieb die Nachfrage hoch. Selbst im Nahen Osten und in Afrika kehrte der Konzern wieder auf Wachstumskurs zurück.
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Schmuckgeschäft bleibt wichtigste Wachstumssäule
Haupttreiber des Wachstums waren erneut die Jewellery Maisons des Konzerns. Marken wie Cartier oder Van Cleef & Arpels steigerten ihre Umsätze um 24 Prozent und verzeichneten damit bereits das siebte Quartal in Folge mit zweistelligem Wachstum. Sowohl Schmuck- als auch Uhrensegmente entwickelten sich positiv, gestützt durch kontinuierliche Produktinnovationen und eine hohe Nachfrage nach ikonischen Kollektionen.
Uhrensparte und weitere Bereiche stabil
Die Specialist Watchmakers konnten ihre Umsätze um 8 Prozent steigern und damit eine Verbesserung gegenüber den Vorquartalen erzielen. Besonders Marken wie Vacheron Constantin und Jaeger-LeCoultre trugen zur positiven Entwicklung bei. Auch der Bereich „Other“, zu dem unter anderem Fashion- und Accessoire-Marken zählen, wuchs solide um 9 Prozent. Hier zeigten insbesondere einzelne Marken zweistellige Zuwächse.
Retailgeschäft wächst am stärksten
Über alle Vertriebskanäle hinweg konnte Richemont zulegen. Besonders stark entwickelte sich das Retailgeschäft, das um 24 Prozent wuchs und inzwischen mehr als zwei Drittel des Gesamtumsatzes ausmacht. Auch der Onlinehandel legte zweistellig zu, während das Großhandelsgeschäft moderater wuchs. Die breite Wachstumsbasis über alle Kanäle hinweg unterstreicht die starke Marktposition des Konzerns.
Solide Finanzbasis trotz unsicherem Umfeld
Trotz eines weiterhin volatilen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds zeigt sich Richemont finanziell robust. Der Konzern verfügte zum Quartalsende über eine Netto-Cash-Position von 9,1 Milliarden Euro. Darin enthalten ist auch ein Mittelzufluss aus dem Verkauf einer Beteiligung. Gleichzeitig investiert das Unternehmen weiterhin gezielt in seine Marken und deren Weiterentwicklung, um das Wachstum langfristig abzusichern.




