Der Beauty-Händler Sephora treibt die Transformation des stationären Handels mit einem globalen Rollout seiner „Quiet Hours“-Initiative voran. Nach einer erfolgreichen Testphase in mehreren Märkten wird das Konzept nun weltweit eingeführt. Ziel laut Sephora ist es, ein ruhigeres und zugänglicheres Einkaufserlebnis zu schaffen und damit neue Maßstäbe für Inklusion im Beauty-Retail zu setzen.
Von Pilotprojekt zum globalen Standard
Die Initiative wurde zunächst in ausgewählten Filialen in verschiedenen Ländern getestet und stieß auf eine hohe Akzeptanz. Die positiven Rückmeldungen aus der Pilotphase haben den Weg für die internationale Skalierung geebnet. Damit positioniert sich Sephora als erster global agierender Beautyhändler, der ein derartiges Konzept flächendeckend umsetzt.
Im Rahmen der „Quiet Hours“ werden zentrale Reize im Store gezielt reduziert. Dazu zählen gedimmtes Licht, geringere Lautstärke bei Musik sowie angepasste Bildschirmdarstellungen. Ziel ist es, eine entspanntere Atmosphäre zu schaffen, die insbesondere für reizempfindliche Kundengruppen besser geeignet ist.
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Inklusion als strategischer Treiber im Store-Konzept
Die Entwicklung des Formats basiert auf enger Zusammenarbeit mit der Neurodiversitäts-Community sowie externen Expertinnen und Experten. Die Bedürfnisse von Menschen mit sensorischer Sensibilität standen dabei im Mittelpunkt. Gleichzeitig zeigt sich, dass das Konzept weit über diese Zielgruppe hinaus Wirkung entfaltet und von einem breiten Kundenspektrum positiv aufgenommen wird.
Die Initiative ist Teil einer umfassenderen Strategie, die darauf abzielt, Retailflächen stärker an unterschiedliche Bedürfnisse anzupassen. Sephora verfolgt damit einen Ansatz, bei dem Inklusion nicht als Zusatz, sondern als integraler Bestandteil des Einkaufserlebnisses verstanden wird.
Positive Effekte für Kunden und Mitarbeitende
Die Rückmeldungen aus der Testphase zeigen deutliche Verbesserungen in der Wahrnehmung des Einkaufserlebnisses. Ein Großteil der befragten Kundinnen und Kunden bewertet die ruhigeren Einkaufszeiten als klaren Mehrwert. Besonders hervorgehoben wird die Möglichkeit, Produkte in entspannter Atmosphäre auszuwählen und sich länger im Store aufzuhalten.
Auch Mitarbeitende profitieren von den angepassten Rahmenbedingungen. Ruhigere Phasen im Tagesverlauf ermöglichen intensivere Beratungsgespräche und fördern eine stärkere Kundenbindung. Gleichzeitig tragen reduzierte Reize zu einer angenehmeren Arbeitsumgebung bei.
Signalwirkung für die Zukunft des stationären Handels
Die Initiative zeigt, dass vergleichsweise kleine Anpassungen im Store-Design eine große Wirkung entfalten können. Sie verdeutlicht zudem, dass inklusive Konzepte nicht nur gesellschaftlich relevant sind, sondern auch wirtschaftliches Potenzial bieten.
In einer zunehmend differenzierten Konsumlandschaft könnten Formate wie die „Quiet Hours“ künftig eine größere Rolle spielen. Händler, die ihre Flächen stärker an individuelle Bedürfnisse anpassen, schaffen nicht nur bessere Einkaufserlebnisse, sondern stärken auch langfristig ihre Kundenbindung.





