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Fast Fashion und Nachhaltigkeit: SHEIN setzt auf Elektroflotte und Recycling

Logistik Fuhrpark von SHEIN
Foto: SHEIN

Key takeaways

SHEIN führt in China neue Elektrofahrzeuge für die Lagerlogistik ein und optimiert weltweit Transportprozesse. Zudem wurden sieben Standorte mit einer Zero-Waste-Zertifizierung ausgezeichnet. Der Modehändler setzt auf Recycling, Wiederverwendung und partnerschaftliche Innovationen, um seine Lieferkette nachhaltiger und ressourcenschonender aufzustellen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

SHEIN hat neue Maßnahmen zur Reduzierung der Umweltauswirkungen seiner Lieferkette vorgestellt. Der Onlinehändler will laut Pressemitteilung verstärkt auf nachhaltige Logistiklösungen und einheitliche Abfallprozesse setzen, um Emissionen zu senken und Abfälle von der Deponie fernzuhalten.

Elektrofahrzeuge für Lagerlogistik in China

Im Rahmen seiner Klimastrategie führt SHEIN vollelektrische Fahrzeuge in den internen Lagertransporten in China ein. Da das Geschäftsmodell des Unternehmens vor allem kurze Strecken mit leichten Gütern umfasst, eignet es sich besonders gut für den Einsatz neuer Energiefahrzeuge. Gemeinsam mit Technologie- und Logistikpartnern entwickelt SHEIN derzeit ein 9,6 Meter langes E-Fahrzeug, das die bisherigen 6-Meter-Dieselfahrzeuge ersetzen soll.

Bis Ende 2025 sollen über 130 dieser Fahrzeuge in Betrieb genommen werden. Interne Berechnungen von SHEIN zufolge lassen sich dadurch jährlich rund 10.000 Tonnen CO₂-Äquivalente einsparen. Gleichzeitig könnten die Betriebskosten im Vergleich zum Dieselbetrieb um 20 bis 30 Prozent gesenkt werden.

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Maßnahmen für grüne Logistik

Zusätzlich zu den E-Fahrzeugen setzt SHEIN auf weitere Strategien zur Effizienzsteigerung im Transport:

  • Eine optimierte Routenplanung sowie der verstärkte Einsatz multimodaler Transportwege über Land und See sollen Emissionen reduzieren.
  • Anpassungen bei der Luftfracht – etwa durch veränderte Kartongrößen, leichtere Verpackungsmaterialien und wiederverwendbare Transportsäcke – verbessern die Auslastung und verringern das Gewicht.
  • In Europa wird der Einsatz von Elektrofahrzeugen im letzten Lieferabschnitt ausgeweitet. Zudem werden Selbstabholstationen ausgebaut.

Sieben Standorte ohne Deponiemüll

SHEIN hat inzwischen sieben eigene Standorte mit der „Zero Waste to Landfill“-Zertifizierung des Prüfunternehmens TÜV Rheinland ausgezeichnet bekommen – zuletzt kamen vier neue hinzu. Die Zertifizierung bescheinigt, dass der Abfall an diesen Standorten nicht auf Mülldeponien entsorgt wird, sondern einem Recycling oder der energetischen Verwertung zugeführt wird.

An den zertifizierten Standorten liegt die durchschnittliche Abfallverwertungsquote bei 99,59 %. Möglich wird dies durch umfassende Sortier-, Recycling- und Wiederverwendungsprozesse. Verpackungsmaterialien wie Karton, Klebeband oder Papier werden gezielt getrennt und recycelt.

Darüber hinaus setzt SHEIN auf kreative Wiederverwendung: Kartonhülsen aus Stretchfolien werden zu Schutzpfeilern umfunktioniert, gebrauchte Verpackungen mehrfach eingesetzt. Textilreste werden zu neuen Produkten wie Taschen oder Haarbändern verarbeitet – in einigen Fällen sogar als Dämmmaterial für Dampfrohre genutzt.

Zukunftsfähige Lieferketten

Mit diesen Maßnahmen treibt SHEIN den Wandel hin zu einer widerstandsfähigen und ressourcenschonenden Lieferkette voran. Das Unternehmen setzt auf skalierbare emissionsarme Lösungen, Effizienzsteigerungen und einheitliche Abfallstandards. SHEIN will damit nicht nur eigene Emissionen senken, sondern auch branchenübergreifende Kooperationen fördern, um gemeinsam Fortschritte im Klima- und Ressourcenschutz zu erzielen.

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