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Intime Bilder verschwunden: Influencerin erstattet Anzeige gegen dm

Sichtung mehrerer Fotografie Dias
Symbolbild / Foto: Pexels

Key takeaways

Die Influencerin Kim Hoss ließ bei dm analoge Fotos entwickeln – zwei intime Bilder verschwanden. Sie erstattete Anzeige und macht die Drogeriekette mitverantwortlich. Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit bei Fotoabholungen auf. dm prüft den Fall intern.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Influencerin Kim Hoss wollte lediglich einen analogen Film entwickeln lassen – doch der routinemäßige Vorgang in einer dm-Filiale entwickelte sich offenbar zu einem Datenschutzskandal mit öffentlicher Sprengkraft: Zwei intime Aufnahmen fehlten bei der Abholung. Die Stuttgarterin macht die Drogeriekette für den Vorfall mitverantwortlich.

Fehlende Bilder und öffentlich abrufbare Aufträge

Der Vorfall kam ans Licht, nachdem Hoss die Abzüge ihres entwickelten Films überprüfte: Zwei Fotos – darunter ein Nacktfoto – waren weder im Umschlag enthalten noch digital abrufbar. Die Bilder hätten eigentlich über einen QR-Code zugänglich sein sollen. Ihr Freund hatte die Bilder zuvor in der Filiale abgeholt.

In einem Instagram-Video schilderte Hoss den Vorfall ihrer Community – und erreichte damit eine enorme Reichweite: Über 400.000 Mal wurde der Clip angesehen, viele Follower berichten von ähnlichen Erfahrungen. Der Vorwurf: Mangelhafte Sicherheit bei der Fotoabholung in dm-Märkten.

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dm äußert sich – doch die Kritik bleibt

In ihrer Anzeige, die sie inzwischen bei der Polizei gestellt hat, gibt Hoss einen Schaden von 10.000 Euro an. Dabei geht es ihr nicht um den materiellen Verlust, sondern um die Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte. Sie äußert die Sorge, die Aufnahmen könnten missbraucht oder für Erpressung genutzt werden.

dm-Geschäftsbereichsleiter Alexander Strehlau betont auf Nachfrage gegenüber der Stuttgarter Zeitung, dass die Verantwortung bis zur Übergabe des Auftrags bei dm liege. Die Kunden würden zudem in den Datenschutzbestimmungen explizit auf die öffentliche Abholung hingewiesen. Wer das nicht wünsche, könne sich die Bilder nach Hause liefern lassen.

Offene Abholung als Risiko

Ein zentraler Kritikpunkt: Die Umschläge mit Fotoabzügen seien leicht zu öffnen und würden teilweise offen zugänglich in den Filialen bereitliegen. Auch in den Datenschutzrichtlinien von dm wird offen eingeräumt, dass Name und Vorname auf den Umschlägen gut sichtbar aufgedruckt sind – mit Zustimmung der Kundschaft. Doch ob diese Hinweise im Alltag ausreichend beachtet werden, bleibt fraglich.

Petition geplant – Prüfung angekündigt

Kim Hoss möchte den Vorfall nicht auf sich beruhen lassen. Sie überlegt, eine Petition zu starten, um die Sicherheitsstandards bei dm zu verbessern – nicht nur für sich, sondern auch für andere Betroffene. Der Konzern hat unterdessen angekündigt, den Fall intern zu prüfen.

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