ANZEIGE

ANZEIGE

EU-Parlament wil Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 Jahren

Teenager Maedchen mit Smartphone und Social Media Symbolik
Foto: Freepik

Key takeaways

Das EU-Parlament fordert ein Mindestalter von 16 Jahren für soziale Medien und will Plattformen stärker in die Verantwortung nehmen. Der neue Bericht verlangt Schutzmaßnahmen gegen Suchtmechanismen, Dark Patterns und generative KI. Auch persönliche Haftung für Verstöße und Altersverifikation über eine EU-App sind vorgesehen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Das EU-Parlament erhöht den Druck auf Plattformbetreiber, Minderjährige besser vor den Gefahren digitaler Dienste zu schützen. Mit großer Mehrheit haben die Abgeordneten einen Bericht verabschiedet, der weitreichende Maßnahmen zum Schutz von Kindern im Netz empfiehlt – darunter ein EU-weites Mindestalter von 16 Jahren für die Nutzung sozialer Medien.

Sorge um Suchtmechanismen und mentale Gesundheit

Laut dem Bericht nutzen rund 25 Prozent der Minderjährigen ihre Smartphones auf problematische Weise. Die Abgeordneten zeigen sich besorgt über die Auswirkungen manipulativer Designs, die gezielt zur Abhängigkeit führen. Funktionen wie Endlos-Scrollen, Autoplay oder Belohnungssysteme für kontinuierliche Nutzung sollen für Minderjährige standardmäßig deaktiviert oder ganz verboten werden.

Ziel ist es, die geistige und körperliche Gesundheit junger Nutzer besser zu schützen und ihnen einen fokussierten und altersgerechten Umgang mit digitalen Medien zu ermöglichen. Besonders problematisch seien auch Empfehlungssysteme, die auf Profiling basieren, sowie sogenannte „Dark Patterns“, die Nutzer zu bestimmten Handlungen verleiten.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Plattformen stärker in die Pflicht nehmen

Neben dem Mindestalter für soziale Medien und KI-Begleiter empfiehlt das Parlament verlässliche Altersverifikationssysteme, etwa über eine EU-weite eID-App. Diese sollen gleichzeitig die Privatsphäre der Jugendlichen respektieren. Die technische Alterskontrolle entbindet Plattformen aber nicht von der Pflicht, sichere Produkte anzubieten.

Um die Einhaltung bestehender Gesetze zu forcieren, sollen Plattformverantwortliche bei schwerwiegenden Verstößen künftig auch persönlich haftbar gemacht werden. Das Parlament fordert zudem, Plattformen zu sanktionieren oder im Extremfall zu verbieten, wenn sie EU-Regeln missachten.

Auch der Umgang mit generativer Künstlicher Intelligenz steht im Fokus: Deepfakes, Nacktheits-Apps und KI-gestützte Begleit-Chatbots sollen einer strengeren Regulierung unterliegen. Ebenso sollen Lootboxen, Glücksräder und andere zufallsbasierte Spielmechanismen verboten werden, die Kinder zu exzessivem Verhalten verleiten.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored