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SpaceX gelingt mit Starship der entscheidende Schritt in den Orbitalbetrieb

Start des ersten Orbitalflugs von Starship von SpaceX
Foto: SpaceX

Key takeaways

➟ Starship hat erstmals einen Erdorbit erreicht und 26 Starlink-Satelliten ausgesetzt. Trotz eines Triebwerksausfalls absolvierte SpaceX zentrale Missionsziele und kommt dem kommerziellen Einsatz seines Großraumtransporters damit näher.

Lesezeit ca. 2 Minuten

SpaceX hat mit seinem Starship-System einen entscheidenden Entwicklungsschritt erreicht. Beim 14. Testflug gelang der Oberstufe erstmals der Eintritt in einen Erdorbit. Trotz des Ausfalls eines Raptor-Triebwerks setzte das Unternehmen die Mission fort und brachte 26 Starlink-Satelliten ins All. Der ursprünglich deutlich länger geplante Flug wurde anschließend vorzeitig beendet.

Starship transportiert erstmals operative Nutzlast in den Orbit

Das Raumfahrzeug startete am 28. September vom SpaceX-Gelände Starbase in Texas. Nach der Trennung vom Super-Heavy-Booster fiel während des weiteren Flugverlaufs eines der Triebwerke der Oberstufe aus. Die Mission konnte dennoch fortgesetzt werden.

Starship erreichte die vorgesehene Umlaufbahn und setzte 26 Starlink-Satelliten der neuen Generation aus. Damit demonstrierte das System erstmals jene Fähigkeit, die langfristig für den kommerziellen Einsatz entscheidend ist: große Nutzlasten in einen stabilen Erdorbit zu transportieren.

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Geplanter Zehn-Stunden-Flug wurde verkürzt

Ursprünglich sollte die Mission rund zehn Stunden dauern und Starship mehrere Erdumrundungen absolvieren. Nach dem technischen Problem entschied SpaceX jedoch, den Flug früher zu beenden.

Das Raumfahrzeug wurde kontrolliert aus dem Orbit geführt und sollte anschließend im Pazifik niedergehen. Der verkürzte Missionsverlauf zeigt zugleich, dass Starship trotz des Erfolgs beim Orbitalflug weiterhin ein Entwicklungsprogramm und noch kein routinemäßig eingesetztes Transportsystem ist.

Starlink wird zum wichtigen Einsatzgebiet

Für SpaceX besitzt der erfolgreiche Satellitentransport eine unmittelbare wirtschaftliche Bedeutung. Starship soll künftig deutlich größere und leistungsfähigere Starlink-Satelliten transportieren können als Falcon 9 und damit mehr Netzwerkkapazität pro Start bereitstellen.

Die Kombination aus hoher Nutzlast und angestrebter vollständiger Wiederverwendbarkeit könnte die Kosten je transportierter Satellitenkapazität deutlich verändern. Gerade für Starlink ist dies relevant, weil das Netzwerk kontinuierlich erweitert und ältere Satelliten regelmäßig ersetzt werden müssen.

Wiederverwendbarkeit bleibt zentrale Herausforderung

Der erfolgreiche Orbitalflug löst jedoch nicht alle technischen Aufgaben des Programms. SpaceX muss insbesondere beweisen, dass Starship und Super Heavy zuverlässig und in kurzen Abständen wiederverwendet werden können.

Genau darin liegt der wirtschaftliche Kern des Systems. Falcon 9 hat bereits gezeigt, wie wiederverwendbare Raketenstufen Startfrequenz und Kostenstruktur verändern können. Starship soll dieses Prinzip auf ein wesentlich größeres Transportsystem übertragen und langfristig beide Hauptstufen mehrfach einsetzen.

Bedeutung reicht bis zum NASA-Mondprogramm

Auch für die NASA ist der Fortschritt relevant. Eine modifizierte Starship-Version ist als bemanntes Mondlandesystem im Artemis-Programm vorgesehen. Dafür sind jedoch weitere komplexe Fähigkeiten nötig, darunter Andockmanöver, Treibstofftransfer im All und zuverlässige Langzeitmissionen.

Der erste Orbitalflug beseitigt diese Herausforderungen nicht, schafft aber eine wichtige technische Grundlage. Für SpaceX wird nun entscheidend sein, den Erfolg von Flight 14 reproduzierbar zu machen und Starship Schritt für Schritt von einem Testsystem zu einem regelmäßig einsetzbaren Raumtransporter weiterzuentwickeln.

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