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Strom- und Gaspreise für Haushalte sinken im ersten Halbjahr 2026

Nahaufnahme eines Stromzaehlers
Foto: Depositphotos.com

Key takeaways

➟ Private Haushalte zahlen im ersten Halbjahr 2026 weniger für Strom und Gas. Während auch Unternehmensstrom günstiger wird, steigen dagegen die Gaspreise für Nicht-Haushalte erneut leicht an.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Private Haushalte in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2026 weniger für Strom und Erdgas bezahlt als in der zweiten Jahreshälfte 2025. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank der durchschnittliche Gaspreis um 5,3 Prozent auf 11,58 Cent je Kilowattstunde. Strom verbilligte sich um 6,4 Prozent auf durchschnittlich 37,97 Cent je Kilowattstunde.

Haushalte profitieren von niedrigeren Strompreisen

Die Strompreise gingen in allen Verbrauchsgruppen zurück. Haushalte mit weniger als 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch zahlten im Durchschnitt 57,99 Cent je Kilowattstunde und damit 2,5 Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2025.

Bei einem Verbrauch von mehr als 15.000 Kilowattstunden sank der Preis um 6,9 Prozent auf 30,55 Cent. Einen wichtigen Beitrag leisteten niedrigere Netzentgelte infolge der staatlichen Bezuschussung der Netzbetreiber.

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Auch Gas wird für Verbraucher günstiger

Bei Erdgas profitierten Haushalte ebenfalls über alle Verbrauchsklassen hinweg von niedrigeren Preisen. Ein wesentlicher Faktor war die Abschaffung der Gasspeicherumlage.

Haushalte mit weniger als 20 Gigajoule Jahresverbrauch zahlten durchschnittlich 15,17 Cent je Kilowattstunde und damit 6,1 Prozent weniger als zuvor. Bei mehr als 200 Gigajoule lag der Preis mit 10,92 Cent um 3,5 Prozent niedriger.

Energie bleibt deutlich teurer als vor der Krise

Trotz des Rückgangs liegt das Preisniveau weiter klar über dem Stand von 2021. Gas war für private Haushalte im ersten Halbjahr 2026 durchschnittlich 80,7 Prozent teurer als im ersten Halbjahr 2021.

Beim Strom lag der Aufschlag gegenüber 2021 bei 16,4 Prozent. Die jüngsten Rückgänge gleichen den starken Preisanstieg der vergangenen Jahre damit nur teilweise aus.

Unternehmen zahlen bei Gas wieder etwas mehr

Anders entwickelte sich der Gaspreis für Nicht-Haushalte wie Unternehmen und Behörden. Sie zahlten im ersten Halbjahr durchschnittlich 6,29 Cent je Kilowattstunde ohne Mehrwertsteuer und andere abzugsfähige Steuern. Das waren 1,8 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2025.

Destatis verweist dabei auf erste Auswirkungen der Krise in der Meerenge von Hormus. Im Jahresvergleich lagen die Gaspreise für Nicht-Haushalte allerdings weiterhin 6,8 Prozent niedriger.

Strom für Unternehmen wird günstiger

Bei Strom setzte sich der Rückgang auch im Nicht-Haushaltssektor fort. Der durchschnittliche Preis lag vorläufig bei 17,64 Cent je Kilowattstunde und damit 8,3 Prozent unter dem Wert des zweiten Halbjahres 2025.

Gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 blieb Strom für Unternehmen jedoch 18,4 Prozent teurer. Die Werte gelten noch als vorläufig, da der geplante Industriestrompreis in der Erhebung für das erste Halbjahr 2026 noch nicht berücksichtigt werden konnte.

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