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Studie zeigt: Viele Büroangestellten simulieren Produktivität im Job

Lachende Menschen in einem Büro
Symbolbild - Foto: Pexels

Key takeaways

Eine Indeed-Umfrage zeigt: Zwei Drittel der Beschäftigten inszenieren ihre Produktivität, um Erwartungen zu erfüllen. Präsenz wird oft höher bewertet als Leistung. Gleichzeitig wünschen sich viele eine stärkere Orientierung an Ergebnissen und mehr Homeoffice. Das stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen bei Arbeitskultur und Führung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Eine aktuelle Umfrage von Indeed und Appinio unter deutschen Büroangestellten zeigt ein deutliches Bild moderner Arbeitskultur: Für viele Beschäftigte zählt nicht primär die tatsächliche Leistung, sondern deren Wahrnehmung. Das führt dazu, dass ein großer Teil der Arbeitnehmer seine Produktivität gezielt inszeniert.

Mehr Schein als Sein im Arbeitsalltag

Nur rund ein Drittel der Befragten verlässt sich ausschließlich auf messbare Arbeitsergebnisse. Die Mehrheit hingegen gibt an, bewusst Maßnahmen zu ergreifen, um engagierter oder produktiver zu wirken. Dazu zählen etwa ein dauerhaft aktiver Online-Status im Homeoffice, das bewusste Verweilen im Büro oder strategisch versendete E-Mails außerhalb regulärer Arbeitszeiten.

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Präsentismus als neue Norm

Auch klassische Verhaltensweisen spielen weiterhin eine Rolle: Viele Beschäftigte bleiben länger im Büro, wenn Vorgesetzte noch anwesend sind, oder beteiligen sich aktiv an Meetings – selbst ohne inhaltlichen Mehrwert. Teilweise werden sogar physische Hinweise wie zurückgelassene persönliche Gegenstände genutzt, um Anwesenheit zu signalisieren.

Ursachen liegen in Unternehmenskultur

Als Hauptgründe nennen die Befragten eine starke Fokussierung auf Präsenz innerhalb der Unternehmenskultur sowie wirtschaftliche Unsicherheiten. Auch Druck durch Führungskräfte oder Mikromanagement tragen dazu bei, dass Beschäftigte eher Sichtbarkeit als tatsächliche Leistung priorisieren.

Wunsch nach leistungsorientierter Bewertung

Gleichzeitig wünschen sich viele Arbeitnehmer eine stärkere Orientierung an Ergebnissen. Ein Großteil wäre sogar bereit, auf einen Teil des Gehalts zu verzichten, wenn die eigene Leistung ausschließlich anhand messbarer Resultate bewertet würde. Auch flexible Arbeitsmodelle wie Homeoffice stoßen auf hohe Zustimmung.

Büro verliert an Attraktivität

Die Umfrage zeigt zudem, dass das Büro für viele Beschäftigte an Bedeutung als produktiver Arbeitsort verliert. Häufige Unterbrechungen, Lärm und ineffiziente Abläufe führen dazu, dass sich viele nach einem Bürotag erschöpfter fühlen als nach einem Arbeitstag im Homeoffice.

Neue Anforderungen an Arbeitsplätze

Um das Büro wieder attraktiver zu machen, wünschen sich Beschäftigte vor allem bessere Rahmenbedingungen wie kürzere Pendelzeiten, Rückzugsorte für konzentriertes Arbeiten oder zusätzliche Angebote im Arbeitsumfeld. Ein Teil der Befragten sieht jedoch grundsätzlich im Homeoffice die bessere Lösung.

Signal für Unternehmen

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass viele Beschäftigte grundsätzlich leistungsbereit sind, sich jedoch nicht ausreichend an Ergebnissen gemessen fühlen. Für Unternehmen ergibt sich daraus die Herausforderung, Anreizsysteme zu überdenken und den Fokus stärker auf tatsächliche Produktivität statt bloßer Anwesenheit zu legen.

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