Viele Verbraucher in Deutschland verkaufen alte Smartphones, Tablets und Laptops deutlich später, als es wirtschaftlich sinnvoll wäre. Das zeigt eine von Swappie beauftragte Studie unter 1.000 Erwachsenen. Demnach liegen ausgemusterte Geräte im Durchschnitt mehr als 15 Monate ungenutzt herum, bevor sie verkauft oder eingetauscht werden.
58 Prozent berichten von Wertverlusten
Von den Befragten, die in den vergangenen fünf Jahren ein Gerät verkauft oder eingetauscht haben, sagen 58 Prozent, durch zu langes Warten Geld verloren zu haben. Gleichzeitig erzielten Verkäufer im Schnitt rund 460 Euro für ihre Altgeräte.
Knapp 70 Prozent derjenigen, die durch das Zögern einen geringeren Erlös erzielt haben, bereuen dies im Nachhinein. Die Zahlen zeigen damit eine deutliche Lücke zwischen wahrgenommenem Wertverlust und tatsächlichem Handeln.
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Viele unterschätzen die Geschwindigkeit des Preisverfalls
46 Prozent der Befragten wissen nach eigenen Angaben nicht, wie schnell elektronische Geräte an Wiederverkaufswert verlieren. Nur 8 Prozent ist bewusst, dass ein Gerät innerhalb von sechs Monaten mehr als die Hälfte seines Werts einbüßen kann.
Als häufige Gründe für das lange Aufbewahren nennen die Befragten vor allem den Wunsch nach einem Ersatzgerät und Zweifel am Zustand des Altgeräts. 22 Prozent behalten ein altes Gerät als Backup, 19 Prozent gehen davon aus, es sei zu beschädigt für einen Verkauf.
Neue Geräte beschleunigen den Wertverlust
Besonders relevant wird der Zeitpunkt rund um neue Produktgenerationen. Swappie verweist darauf, dass der Wiederverkaufswert älterer Geräte häufig sinkt, sobald ein Nachfolgemodell angekündigt wird.
Gerade bei Smartphones kann sich langes Warten damit direkt auf den erzielbaren Preis auswirken. Wer sein Altgerät früher verkauft oder eintauscht, hat entsprechend bessere Chancen auf einen höheren Restwert.
Garantierte Preise könnten Verkäufe beschleunigen
Ein Viertel der Befragten nennt einen garantierten Ankaufspreis als wichtigen Anreiz, ein Gerät früher zu verkaufen. Ähnlich viele wünschen sich eine transparente und aktuelle Einschätzung des Restwerts.
Damit liegt ein zentrales Hindernis offenbar weniger im fehlenden Verkaufsinteresse als in Unsicherheit über Preis, Zustand und Verkaufsprozess. Swappie nutzt diese Ergebnisse zugleich zur Positionierung des eigenen Ankaufmodells für gebrauchte Geräte.
Refurbished-Markt profitiert von früherem Verkauf
Für Wiederverkäufer und Refurbished-Anbieter ist der Zeitpunkt des Geräteverkaufs entscheidend. Je früher funktionierende Smartphones und Tablets wieder in den Markt gelangen, desto höher ist in der Regel ihr wirtschaftlicher Nutzen.
Swappie bietet derzeit vor allem Ankäufe für iPhones und iPads an. MacBooks sollen in den kommenden Monaten folgen. Für den Refurbished-Markt bedeutet ein schnellerer Rückfluss gebrauchter Geräte zugleich ein größeres Angebot an wiederaufbereitbarer Hardware.





