Trotz negativer Wechselkurseffekte in Höhe von 308 Millionen CHF verzeichnete der Schweizer Uhren- und Schmuckkonzern Swatch Group für das Geschäftsjahr 2025 einen Nettoumsatz von 6,28 Milliarden CHF. Das entspricht einem Rückgang von 1,3 Prozent bei konstanten Wechselkursen beziehungsweise 5,9 Prozent nach aktuellen Kursen. Entscheidenden Anteil an der Stabilisierung hatte die zweite Jahreshälfte, die mit einem Plus von 4,7 Prozent glänzte. Im vierten Quartal zog das Geschäft nochmals kräftig an und wuchs weltweit sowie über alle Preissegmente hinweg um 7,2 Prozent.
Schwaches Ergebnis durch Produktionsbereich
Während die Sparte Uhren & Schmuck (ohne Produktion) der Gruppe, zu der unter anderem auch die Luxusmarke OMEGA gehört, einen operativen Gewinn von 549 Millionen CHF und eine Marge von 9,5 Prozent erzielte, belastete der Produktionsbereich das Gesamtergebnis erheblich. Der Konzern hatte sich bewusst dafür entschieden, Kapazitäten und Arbeitsplätze zu erhalten und verzichtete auf Ausgleichszahlungen für Kurzarbeit. In der Folge lag das operative Konzernergebnis bei lediglich 135 Millionen CHF – ein starker Rückgang gegenüber dem Vorjahr (304 Millionen CHF). Die operative Marge halbierte sich auf 2,1 Prozent.
Auch der Nettogewinn sank drastisch auf 25 Millionen CHF (Vorjahr: 219 Millionen CHF), die Nettomarge fiel entsprechend auf 0,4 Prozent. Dennoch verbuchte das Unternehmen einen positiven operativen Cashflow von 507 Millionen CHF – ein Plus von über 50 Prozent. Die Eigenkapitalquote liegt mit 87,1 Prozent weiterhin auf einem soliden Niveau.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Optimismus für das laufende Jahr
Die positive Dynamik aus dem Schlussquartal hält auch im Januar 2026 an. Alle Preissegmente entwickelten sich weiterhin erfreulich. Für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit einer deutlichen Umsatz- und Volumensteigerung, was insbesondere dem Produktionsbereich zugutekommen dürfte. Eine signifikante Verbesserung der Kapazitätsauslastung soll dabei helfen, die Verluste dieser Sparte zu minimieren oder gar in die Gewinnzone zu drehen. Auch die Konzernprofitabilität dürfte davon profitieren.
Der Verwaltungsrat schlägt trotz des schwachen Nettoergebnisses eine unveränderte Dividende vor: 0,90 CHF je Namensaktie und 4,50 CHF je Inhaberaktie.


